Watzke: BVB "von Ground Zero nach Wembley"

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    • 15.05.13
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Klopp will Eltern stolz machen

Watzke: BVB "von Ground Zero nach Wembley"

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Dortmund - Die Euphorie um das Finale der Champions League ist auch in Dortmund allerorten spürbar. Die Verantwortlichen und Profis der Borussia nutzten den „Media Day“, um ihren Optimismus zu verbreiten.

© dpa

Hans-Joachim Watzke hat zu Transfergerüchten keine Stellung bezogen.

Jürgen Klopp wirkte beeindruckt vom größten Medien-Spektakel in der Geschichte von Borussia Dortmund und ließ zunächst seinen Blick langsam über die versammelte internationale Journalistenschar schweifen. 160 Vertreter aus aller Welt, von Brasilien bis Japan, und 30 Kameras prägten die Szenerie beim „Media Day“ des BVB. Und jeder wollte wissen, wie die Schwarz-Gelben das Finale der Champions League am 25. Mai in London gegen die derzeit übermächtigen Bayern aus München gewinnen wollen.

"Wir werden versuchen, unsere Eltern stolz zu machen"

Chefcoach Klopp antwortete unter anderem mit der Erinnerung an ein für ihn „prägendes Ereignis“: an das WM-Finale 1954 in Bern. „Ich halte es wie Sepp Herberger. Er hat seinen Spielern damals nicht gesagt “Wir werden gewinnen', sondern: 'Wir können gewinnen'. Die Ungarn waren damals natürlich anderer Meinung. Aber das hat mir gezeigt, was im Fußball möglich ist. Wir wollen unsere Chancen bei allem Respekt für dem Gegner nutzen„, sagte `Kloppo“. Dennoch werde der BVB sein Licht nicht unter den Scheffel stellen und seine Motivation nicht zuletzt aus der BVB-Historie ziehen. Denn, so Klopp weiter, um etwas erreichen zu wollen, müsse man bereit sein, groß zu denken, auch auf die Gefahr, dass man sich zu weit aus dem Fenster lehne und hart aufschlage. Doch was wie eine Kampfansage klang, relativierte der BVB-Coach wenig später: „Wenn wir die Bayern schlagen, hätten wir gegen das derzeit wohl beste Team der Welt gewonnen. Wir werden versuchen, um unser Leben zu spielen und unsere Eltern stolz zu machen.

 Euphorie und Vorfreude klang aus den Worten jedes Verantwortlichen und jedes BVB-Profis, er an diesem Mittwoch auf dem Podium Rede und Antwort stand. „Ich glaube fest daran, dass wir die Bayern schlagen können“, verkündete Kapitän Sebastian Kehl, der wie Klopp auf das Mitwirken von Mario Götze (Muskelfaserriss) hofft. Am Montag soll der künftige Münchner ins Mannschaftstraining einsteigen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stellte indes die Entwicklung des Klubs seit der Fast-Insolvenz im März 2005 bis zum Endspiel der Königsklasse heraus. „Von Ground Zero bis Wembley“, unterstrich der BVB-Boss, sei es ein intensiver Weg gewesen. Vor acht Jahren hätten anstelle der internationalen Medienvertreter die Gläubiger gesessen. Mit Wohlwollen habe er Umfragen registriert, nach denen die meisten deutschen Fußball-Fans dem BVB in London die Daumen drücken, die meisten jedoch von einem Sieg der Bayern ausgehen. Die Entwicklung des BVB in den letzten Jahren sei dafür verantwortlich gewesenen. „Das honorieren die Leute. Und das unsere Truppe sympathisch ist, ist außer Frage“, ergänzte der 52-Jährige selbstbewusst.

Das sind die wertvollsten Vereine der Welt

Watzke dachte auch schon an die Zeit nach dem Finale, zu Transfergerüchten wollten sowohl er als auch Sportdirektor Michael Zorc, Mitglied des BVB-Teams, das 1997 die Champions-League-Trophäe gewann, keine Stellung nehmen. Auch über den Besuch des Trios Zorc, Watzke und Klopp am vergangenen Wochenende in Porto, bei dem es vermutlich um Stürmer Jackson Martinez vom FC Porto ging - schwiegen sich die Beteiligten weitgehend aus. Auch der eventuelle Abschied von Torjäger Robert Lewandowski war trotz des Ablaufs der Deadline am Mittwoch kein Thema. „Wir und Robert sind auf das Endspiel fokussiert. Und wenn das Spiel vorbei ist, dann können wir uns über andere Dinge unterhalten“, sagte Klopp, „ich gehe, Stand heute, davon aus, dass er auch im nächsten Jahr bei uns spielt.“

Ob es sich um eine Nebelkerze handelt, wird sich spätestens am Tag nach dem Finale zeigen. Was die personellen Planungen angeht, wird die Final-Teilnahme den Klub „wirtschaftlich in ungeahnte Höhen heben“. Der Wert des BVB sei in der Wahrnehmung in kürzester Zeit enorm gestiegen. Klopp ließ derweil die Medien-Vertreter zur Entwicklung seiner jungen Mannschaft wissen: „Eigentlich kam die Meisterschaft vor zwei Jahren zu früh, auch der Double-Gewinn sowie auch das Champions-League-Finale. `Doch wir haben immer versucht, aus den außergewöhnlichsten Situationen das Möglichste zu machen und zu gewinnen“, äußerte Klopp und versicherte glaubhaft: „Wir genießen den Moment.“

sid

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