018.10.09|Fußball|Fußball|
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Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach ist mit der fünften Bundesliga-Niederlage in Serie noch tiefer in die Krise gerutscht.

© dpa
Wolfsburgs Edin Dzeko (l-r), Torschütze Christian Gentner und Zvjezdan Misimovic bejubeln den Treffer zum 2:0
Der Traditionsclub vom Niederrhein verlor am Sonntag auch die Partie beim VfL Wolfsburg mit 1:2 (0:1) und findet sich erstmals in dieser Saisson auf einem Abstiegsplatz wieder. Vor 30 000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen-Arena erzielten Alexander Madlung (45.+1 Minute) und Christian Gentner (90.+2) die Tore für den deutschen Meister aus Wolfsburg, der sich auf Platz fünf vor Rekordchampion Bayern München verbesserte und den Anschluss an die Spitzengruppe herstellte. Daran änderte Michael Bradleys Treffer (90.+3) nichts.
Mit den zuletzt gesundheitlich angeschlagenen Stammkräften Diego Benaglio im Tor und Zvjezdan Misimovic als Spielmacher, aber erneut ohne Torjäger Grafite begannen die “Wölfe“ dieses wichtige Heimspiel. Coach Armin Veh legte Wert auf die Feststellung, dass die Verbannung des Brasilianers auf die Bank nicht auf dessen harsche Kritik an der Auswechslung beim Spiel in Bochum, sondern nur auf die Formschwäche des letztjährigen Bundesliga-Toptorjägers zurückzuführen sei.
Während Grafite-Stellvertreter Obafemi Martins überwiegend durch überhastete Aktionen in Erscheinung trat, agierte Edin Dzeko umso auffälliger. Erst traf Bosniens Nationalstürmer mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze die Latte (3.). Nach 30 Minuten hatte er bei einem Kopfball an den Pfosten ebenso Pech wie kurz darauf per Drehschuss, der nur knapp das Tor verfehlte (42.). Madlung hatte mehr Glück, als er nach einer Misimovic-Ecke praktisch mit dem Pausenpfiff zur verdienten Führung einköpfte. Es war sein erster Saisontreffer.
Nach dem Wechsel waren die Gäste, die bis dahin überwiegend damit beschäftigt waren, die forschen VfL-Angriffe zu stoppen, erstmals halbwegs torgefährlich - Benaglio packte bei Marco Reus' Schuss zu (48.). Nach 58 Minuten brachte Veh für den enttäuschenden Martins dann doch den von den heimischen Fans geforderten und gefeierten Grafite in die Partie, die die Borussen nun zwar offener gestalten konnten, ohne allerdings im Abschluss zu überzeugen. Die Bemühungen der Gäste, die nicht immer sattelfest wirkende VfL-Hintermannschaft in Bedrängnis zu bringen, erwiesen sich als zu harmlos. Benaglio rettete kurz vor Schluss gegen Raul Bobadilla (87.) den VfL-Heimsieg, den Gentner in der Nachspielzeit endgültig besiegelte.
dpa
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