Mal im Stand, mal im Rückwärtstaumeln, mal unabsichtlich über die Rückraum-Position - Armin Dewes war am Samstag in jeder Spielsituation für einen Block gut. Doch nicht nur als bombensichere Wand entnervte der 2,12-Meter-Riese die Angreifer des SV Fellbach. Zuspieler Rainer Stoll setzte Dewes so geschickt ein, dass dieser immer wieder krachende Schmetterbälle in die Fellbacher Spielfeldhälfte donnern konnte. „Das dürfte zur Abwechslung mal gute Presse geben“, feixte Dewes nach dem Spiel. Trainer Adrian Zoppelt hatte zuvor regelmäßig die sinkende Leistungskurve seiner älteren Spieler beklagt.
3:1 (25:16, 27:29, 25:23, 25:20) hieß es nach über 100 Minuten Spielzeit gegen den SV Fellbach zugunsten der Grafinger. (...) Erstmals seit genau einem Jahr gab es wieder drei Heimsiege in Folge. (...)
Mit Rainer Stoll, dem Zuspieler aus der Fast-Meister-Saison 2010/11, ist jenes Element zurück ins Grafinger Spiel gekommen, dass seit seinem Abgang nahezu komplett gefehlt hatte: der funktionierende Schnellangriff durch die Mitte. (...) Jörg Fredersdorf und Libero Moritz Dobler, die zuvor oft Unsicherheit verbreitet hatten, präsentierten sich als zuverlässige erste Station für ein gepflegtes Angriffsspiel.
Zittern mussten die Grafinger am Sonntag. (...) Durch einen 3:1-Sieg (25:17, 24:26, 25:20, 25:23) in Friedrichshafen gelang den Bärenstädtern aber der Sprung auf Platz zehn der 2. Bundesliga. (...)
Deutlich schlechter lief es für die Reserve in der Regionalliga Südost. Statt den erhofften zwei Siegen gab es am Wochenende zwei Niederlagen, die für die Bärenstädter akute Abstiegsgefahr bedeuten.
Johannes Markmann
Ausführliche Spielberichte finden Sie in unserer Print-Ausgabe 28. Januar 2013.















