Es war großer Sport, den die rund 5000 Besucher in der Kandahar-Arena erlebten - mit einem würdigen Sieger. Christof Innerhofer gewann am Samstagmittag den Abfahrtsklassiker in Garmisch-Partenkirchen. Rang zwei belegte der Österreicher Georg Streitberger. Er ließ Innerhofer, der zehn Plätze zuvor gestartet war, mächtig zittern. Im Ziel hatte Streitberger nur 0,12 Sekunden Rückstand. Einen Wimpernschlag dahinter (0,04 Sekunden) lag Klaus Kroell, ein weiterer Österreicher, auf Position drei.
Innerhofer hatte vor zwei Jahren eine phantastische Weltmeisterschaft auf der Kandahar erlebt: Gold im Super-G, Silber in der Super-Kombination und Bronze in der Abfahrt. "Der Wahnsinn", jubelte er am Samstagmittag bei seinem ersten Interview im Zielraum. "Ich weiß, dass ich hier gut fahren kann", sagte der Südtiroler. "Logischerweise gibt man dann 120 Prozent." Innerhofer hatte eine Menge Spaß in Garmisch-Partenkirchen. "Wenn man schnell Ski fahren will, muss man Spaß haben."
Ein Jubelsturm brandete in der Kandahar-Arena auf, als Josef Ferstl ins Ziel kam. Der 24-jährige DSV-Fahrer aus Hammer, der schon im Traininig mit vorderen Plätzen auf sich aufmerksam gemacht hatte, schob sich mit einer beherzten Fahrt auf Rang 9. Die weiteren vier deutschen Starter kamen nicht in die Top 30.
Nachdem die Trainingsfahrten in den vergangenen Tagen nur auf verkürzter Strecke möglich gewesen waren, starteten die Läufer am Tröglhang . Trotzdem war's für Innerhofer ein "Höllenritt". Die Piste wurde von allen Fahrern gelobt. Bereits von 6 Uhr in der Früh an hatten rund 300 Helfer des Skiclubs Garmisch daran gearbeitet, optimale Bedingungen zu schaffen.
5000 Besucher in Garmisch-Partenkirchen
Das Rennen erlebten in der Kandahar-Arena nach offiziellen Angaben rund 5000 Besucher - bei strahlendem Sonnenschein. Noch nie zuvor seien vor einem Speed-Wochenende der Herren so viele Karten verkauft worden wie in diesem Jahr, sagte Peter Fischer, der Geschäftsführer des Organisationskomitees (OK).
Das gilt auch für den Riesenslalom der Herren am Sonntag (24. Februar). Dazu werden noch mehr Fans an der Strecke erwartet, schließlich hat der Deutsche Skiverband dann zwei heiße Eisen im Feuer: Felix Neureuther (SC Partenkirchen), der vor einer Woche bei der Ski-WM in Schladming Silber im Slalom und Bronze im Team gewonnen hatte, und Fritz Dopfer (SC Garmisch), bei der WM ebenfalls mit Bronze im Team-Wettbewerb dekoriert. Für beide ist es der erste Auftritt nach der WM. Der erste Durchgang startet um 10 Uhr, der zweite um 13 Uhr. Karten gibt es noch an der Tageskasse.
Matthias Holzapfel











