Laura Dahlmeier gewinnt Gold und Silber bei der Junioren-WM

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    • 28.01.13
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Ziel schon übererfüllt

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Obertilliach/Garmisch-Partenkirchen - Biathletin Laura Dahlmeier hat bei der Junioren-WM aber noch mehr Chancen auf Edelmetall - Einzel und Staffel stehen in dieser Woche noch aus

Deutsche Festspiele in Osttirol: Laura Dahlmeier (M.) jubelt mit Vanessa Hinz (l.) und Franziska Preuß. foto: Wukits

Deutsche Festspiele in Osttirol: Laura Dahlmeier (M.) jubelt mit Vanessa Hinz (l.) und Franziska Preuß. foto: Wukits

Gold im Sprint, Silber in der Verfolgung - zweimal Edelmetall hat Laura Dahlmeier schon in der Tasche, ihr Ziel für die Junioren-Weltmeisterschaften bereits übererfüllt. „Ich wollte eine Medaille“, sagt sie bescheiden wie eh und je. Alles, was noch kommt, wäre also eine Zugabe für die Garmisch-Partenkirchnerin. Ein bisschen etwas könnte das durchaus sein. Denn am morgigen Mittwoch steht den besten Nachwuchs-Biathletinnen der Welt das Einzelrennen ins Haus, zum Abschluss folgt am Freitag die Königsdisziplin: die Staffel. Für beide Rennen gibt es kein Vorbei an der 19-Jährigen vom Skiclub Partenkirchen, in beiden Fällen hat Dahlmeier aber auch realistische Chancen auf weiteres Edelmetall.

Die Tage von Obertilliach sind für die Werdenfelserin jetzt schon „der Wahnsinn“. Im Sprint zum Auftakt am Samstag gelang Dahlmeier das perfekte Rennen. Null Fehler mit dem Kleinkaliber und die zweitbeste Laufzeit - keine der 70 Kontrahentinnen kam nur annähernd in ihre Nähe. „Ich bin von Anfang an super reingekommen.“ Im Ziel wusste sie dennoch nicht genau, was ihre Vorstellung wert sein würde. „Ich war ja so im Mittelfeld gestartet. Aber ich dachte mir: Für eine Medaille wird’s schon reichen.“ Ganz locker wurde es der Titel.

Fürs Genießen des Triumphs blieb nicht viel Zeit. Flower Ceremony, Dopingkontrolle, Pressekonferenz - so lautete das Programm danach. „Am Nachmittag waren meine Eltern da, dann ging es zur Siegerehrung auf den Dorfplatz, und dann war es schon fast wieder Sonntag.“

Da galt es, die Skier wieder anzuschnallen und die Jagd auf die zweite Goldmedaille in der Verfolgung zu eröffnen. Mit 48 Sekunden Vorsprung waren die Aussichten nicht schlecht. Und zunächst lief alles glatt. Dahlmeier schoss liegend zweimal null und baute ihren Vorsprung auf über eine Minute aus. „Dann fängst du automatisch zum Überlegen an, was alles sein könnte“, ärgert sie sich. Die Quittung bekam sie beim ersten Stehendanschlag: drei Fehler. Als sie aus der Strafrunde kam, lag sie gleichauf mit der Russin Olga Podchufarova. „Ich wollte mich fürs letzte Schießen noch einmal richtig konzentrieren“, blickt Dahlmeier zurück. „Aber irgendwie hat das nicht geklappt.“ Noch einmal zwei Strafrunden kamen hinzu. Zuviel für Gold, das die Russin gewann. Und sogar Franziska Preuß überholte Dahlmeier. 17 Sekunden lag sie zurück - und zündete dann den Turbo. „Ich hab’ alles gegeben und bin immer näher gekommen. So 400 Meter vor dem Ziel war ich dran und auch gleich vorbei.“

Silber für die Sprint-Weltmeisterin, Bronze für Preuß und Platz vier für die Ex-Langläuferin Vanessa Hinz. „Es heißt ja immer, dass in Deutschland nichts nachkommt“, sagt Dahlmeier in Richtung der Kritiker. „Da hätte es bis jetzt nicht besser laufen können für uns.“ Und wer weiß, was noch kommt. (cf)

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