Nach dem Ausfall der Veranstaltung 2011 und den Frost-Temperaturen von minus 19 Grad im vergangenen Jahr sind die Prognosen für heuer eher angenehm: „Tagsüber soll’s so plus sechs Grad geben - und Sonne“, zitiert AC-Vorsitzender Heini Zolk aus dem Wetterbericht. Mehr als 50 Starter erwartet er fürs Skijörring, über 100 sogar bei den Quad-Rennen. Die Bedingungen im Skistadion sind in diesem Jahr ideal. Stadionchef Florian Dreher hat eine Bahn mit 30 Zentimetern Schneeauflage geschaffen - und sie für die Skijörrer vereist. „Das ist wichtig“, versichert Zolk. „Denn die schweren Maschinen, die fräsen sich sonst richtig in den Schnee.“ Von daher ist es auch notwendig, dass die Motorräder mit den Skifahrern zuerst auf das Oval gehen. „Denn bei den Quads ist es nicht so tragisch, wenn es weicher ist.“
Zolk fiebert vor allem dem Skijörring entgegen. „Nach 15 Jahren machen wir es wieder einmal nachts“, kündigt der AC-Chef an. „Erstmals hat es in Garmisch-Partenkirchen 1948 einen Wettbewerb gegeben.“ Damals auf den Wiesen hinter dem Eisstadion in Richtung Hausberg. Zolk hofft auch auf einige Lokalmatadore, die sich immer erst kurzfristig anmelden. Denn 45 Startplätze sind fest vergeben an die Teilnehmer des Zugspitz-Lech-Pokals, den der ADAC als Serie für Skijörring ausrichtet. Sieben Läufe waren in dieser Pokalwertung bisher geplant, noch keiner konnte wetterbedingt ausgetragen werden. Die Premiere steigt also im Skistadion.
Bei den Quads hingegen ist die bayerische Serie voll im Gange. Peter Roßberger vom AC Garmisch-Partenkirchen führt die Gesamtwertung nach zwei Läufen in Leutsch und Mainburg an. Nun folgt quasi das Heimspiel, das in der Szene stets besonders beliebt ist. „Wir haben als Kulisse das Stadion, sonst wird einfach auf Wiesen oder Feldern gefahren“, klärt AC-Sprecherin Anette Schauer auf. „Das ist schon ein Highlight.“ Das zeigt sich auch an den Meldungen. „Wir haben sogar Teilnehmer aus der Schweiz“, verkündet Zolk stolz. Das kommt nicht so oft vor.
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