Weltcup-Debüt von Laura Dahlmeier: „Ich bin zum Lernen da“

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    • 27.02.13
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„Ich bin zum Lernen da“

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Garmisch-Partenkirchen - Ohne große Erwartungen: Biathletin Laura Dahlmeier vom SC Partenkirchen geht ihr Weltcup-Debüt ganz demütig an

Noch einmal Durchschnaufen, und los geht’s: Laura Dahlmeier greift nun im Weltcup an. foto: dpa

Noch einmal Durchschnaufen, und los geht’s: Laura Dahlmeier greift nun im Weltcup an. foto: dpa

Ab und zu denkt Laura Dahlmeier noch einmal an den Saisonbeginn zurück. Themen wie die Weltmeisterschaft oder der Weltcup haben sie im Herbst nicht beschäftigt. Im Deutschlandpokal ordentlich punkten, das Ticket für die Junioren-WM sichern und vielleicht bei den Deutschen Meisterschaften wieder ein bisschen abräumen - so lauteten die Ziele der 19-Jährigen. Doch die Zeiten ändern sich, und das oftmals sehr schnell. Das hat die junge Biathletin in diesem Winter am eigenen Leib erfahren. Nun steht sie vor ihrem Debüt im Weltcup: Bei den letzten drei Stationen in Norwegen und Russland gehört sie zum deutschen Aufgebot. Gestern Mittag ging der Flieger nach Oslo.

Dahlmeier selbst klingt fast noch ein wenig ungläubig. „Die einen fahren zu den Deutschen Meisterschaften, und ich an den Holmenkollen.“ Mit einer solchen Entwicklung hatte sie vor ein paar Wochen noch nicht gerechnet. Doch nun ist der Wechsel vom Deutschlandpokal in den Weltcup Wirklichkeit. Ihr Auftritt in der WM-Staffel, als die Garmisch-Partenkirchnerin das deutsche Team zwischenzeitlich von Rang acht auf eins nach vorne gelaufen hatte, schindete ordentlich Eindruck bei den Verbandsfunktionären. Und übte Druck auf sie aus. Nun kamen sie um Dahlmeier nicht mehr herum. Sie nominierten sie für die restliche Weltcupsaison.

Auf eine Diskussion um Erwartungen lässt sich der Teenager aber gar nicht ein. „Ich versuche, mich nicht von solchen Dingen beeinflussen zu lassen“, sagt sie. „Ich bin jung und noch zum Lernen da. Erwartungshaltungen, von wem auch immer, möchte ich ausblenden.“ Sie selbst macht sich am wenigsten Druck vor dem Debüt am morgigen Freitag im Sprint von Oslo (15.30 Uhr). „Ich will Spaß haben und meine ersten Rennen genießen“, stellt sie klar. „Ich setze mir keine großen Ziele. Ich möchte gut schießen, am besten so, wie bei der WM.“ Verständlich: Da blieb sie fehlerfrei. „Sonst lasse ich mich überraschen. Ich habe noch keine Erfahrungen, wie ich in so einem Einzelrennen abschneide.“

Eines ist ihr beim WM-Rennen aber schon klar geworden. „Man sieht, dass der Sprung doch nicht so groß ist.“ Eine kühne Aussage, die sie aber untermauert. „Als Nachwuchsläuferin denkst du immer, dass du in puncto Laufleistung eine richtige Watschn kriegst, wenn du in den Weltcup kommst.“ Doch in Nove Mesto war das bei Dahlmeier nicht ansatzweise der Fall. In ihrer Runde lief sie die drittbeste Zeit. „Damit hatte ich nicht gerechnet, dass ich da vorne mitmischen kann. Aber ich hatte halt auch nicht das 15-Kilometer-Rennen in den Beinen, sondern war frisch und ausgeruht.“ Ein bisschen Tiefstapeln ist schon erlaubt. „Und die Zwei-Kilometer-Strecke war auch nicht die schwierigste, das war optimal für mich.“

In Oslo wird sich nun zeigen, wie die Realität im Weltcup-Alltag aussieht. Sprint und Verfolgung darf sie in jedem Fall bestreiten. Um einen Platz im Massenstart-Rennen am Sonntag zu bekommen, müsste sie gleich voll einschlagen. Da sind nur die 25 besten im Weltcup sowieso die fünf Stärksten der vorangegangenen Wettbewerbe startberechtigt. „Das wäre schon ein bisschen viel verlangt.“

In jedem Fall ist der Biathlon-Winter 2012/13 für Dahlmeier schon jetzt „die perfekte Saison“. Eine Saison, an die sie sich später noch gerne zurückerinnern wird - komme, was wolle in den nächsten drei Wochen. (cf)

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