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Tölz zwingt Klostersee erst in der Verlängerung in die Knie

Tölz zwingt Klostersee erst in der Verlängerung in die Knie

Grafing - Zumindest einen Punkt fuhren die stark dezimierten Klosterseer im Heimspiel gegen die Tölzer Löwen ein. Und es wäre sogar mehr drin gewesen gegen den Altmeister als das 2:3 nach Verlängerung.

Trieb die Tölzer mit seinen Paraden zur Verzweiflung: EHC-Goalie Martin Morczinietz. sro

Grafing - Für einen Sieg hat es nicht ganz gereicht, obwohl der EHC Klostersee den Gästen aus Bad Tölz gestern über die gesamte Distanz gesehen ebenbürtig war. Beim 2:3 nach Verlängerung durften sich die EHCler aber immerhin den ersten Punkt gegen den derzeitigen Tabellenvierten gutschreiben lassen.

Einschließlich Junioren-Kapitän Bastian Rosenkranz, der seinem Team beim zeitgleich stattfindenen Nachwuchsmatch in Peißenberg fehlte, konnte EHC-Trainer Doug Irwin gerade noch drei komplette Blöcke aufbieten. Neben den Langzeitverletzten und Joe Wieser, der in Erding verletzt ausschied, fehlte wie schon zwei Tage davor auch Thomas Hemmerle.

Dass die mit vier Blöcken angerückten Gäste damit die Geschwindigkeit vorgeben würden, war klar. Und das Spieltempo war durch das Powerhockey des jungen Löwen-Rudels hoch. Allerdings konnten die Klosterseer beim Durchschnittsalter, zumindest der Offensivabteilung, locker mithalten. München-Leihgabe Mario Jann ausgeklammert, sank der durch das Fehlen von Gert Acker, Max Kaltenhauser und auch Wieser auf 20,1 Jahre. Die einzig nennenswerte Chance der EHCler in den ersten Minuten ging auf das Konto eines Routiniers aus dem Abwehrverbund. Matthias Bergmann packte im Powerplay den Hammer aus, doch die Fanghand von Gästegoalie Andreas Jenike zückte rechtzeitig hoch (4.). Gegenüber war Martin Morczinietz einmal sehr leichtsinnig, bügelte seine Unsicherheit gegen Dennis Neal aber auch selbst wieder aus (5.). Direkt nach der Überzahl wurde der Tölzer Druck stärker. Löwen-Oldie Yanick Dubé verpasste die Führung (8.). Eine Minute später war mit Marco Pfleger einer aus der jungen Garde cleverer. Mit dem knappen Rückstand kamen die Grafinger relativ gut weg. Doch im zweiten Durchgang hatten die EHCler schnell Oberwasser. Langsam arbeitete man sich an den Ausgleich heran. Jenike stand immer mehr im Mittelpunkt des Geschehens.

Ausgerechnet in eigener Unterzahl wurde das 1:1 perfekt gemacht (32.). Bergmann hatte einen Konter eingeleitet, Ryan Guentzel hart geschossen und Patrick White den Abpraller über die Torlinie gedrückt. Spätestens zur zweiten Pause hatten sich die Rot-Weißen den Zwischenstand mehr als verdient. In den letzten 20 Minuten wurde es spannend und auch hochklassig. Beide Seiten suchten die Entscheidung. Zwischen den zwei gefallenen Toren durch White zum 2:1 und Thomas Merl zum Tölzer Ausgleich lagen nur 44 Sekunden (46./47.). In der fälligen Verlängerung war Morczinietz beim Distanzschuss von Michael Pfaff die Sicht verdeckt - 2:3.

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