Allershausen - Es ist der Traum vieler Nachwuchskicker: Profi zu werden. Einige Talente aus dem Landkreis haben die erste Hürde übersprungen. Sie spielen bereits für einen Bundesligaverein.

Thomas Hagn aus Allershausen: Der 17-Jährige lebt den Traum vom Profi und kickt derzeit bei den Bayern. fkn
Allershausen - Jung, jünger, am jüngsten - die neue Welle im bezahlten deutschen Fußball hat die Branche heftig durchgerüttelt. Doch wir alle wissen es: Der Weg eines Nachwuchsspielers bis zu diesem Ziel gestaltet sich steinig, schließlich wird niemand Fußballprofi über Nacht.
In einer neuen Serie berichten wir über hoffnungsvolle Talente aus dem Landkreis, die zumindest das erste Etappenziel schon erreicht haben: Einen Platz im Junioren-Team der Profivereine des FC Bayern, 1860, Unterhaching oder Ingolstadt. Ob ihnen (wir berichten ab der U15 aufwärts) eines Tages der große Wurf gelingt, in die Fußstapfen der Landkreislegenden Sepp Weiß, Hans Pflügler oder Alexander Kutschera zu treten, weiß heute natürlich niemand.
Mit sechs Jahren wusste Thomas Hagn (Mittlere Reife, FOS) freilich noch nicht, dass der Fußball einmal sein Lebensmittelpunkt wird, die berufliche Ausbildung deshalb noch warten muss. Vor lauter Nervosität vor den Spielen sträubte er sich, beim TSV Allershausen einzutreten. „Dann haben die Älteren gesagt, dass ich so gut bin und anfangen soll“, erzählt Tom. Bis zur D-Jugend spielte er folglich beim Heimatklub am Amperknie, ehe er für drei Jahre zum SE Freising nach Lerchenfeld ging.
Dass er vor zwei Jahren zum großen FC Bayern kam, verdankte er dem damaligen Projektleiter für die Vereinspartnerschaften, Udo Bassemir. „Er lud mich zu einem Fußballcamp in Schwarzenfeld ein. Daraufhin hat er mir meine Stärken aufgezählt und mich gefragt, ob ich mir einen Wechsel zum FC Bayern vorstellen könnte“.
Kurze Zeit später, der Anruf kam vom Hermann Hummels, Vater von Dortmunds Nationalspieler Mats, war die Sache durch und Thomas war „happy“, wie er selbst sagte. Da spielte es wahrlich keine große Rolle mehr, dass einen Tag zuvor auch Erzrivale 1860 großes Interesse am Linksfuß zeigte und Bassemirs Plan, den Offensivspieler im Abwehrbereich einzusetzen, keineswegs Begeisterung auslöste: „Ich wollte nicht hinten spielen, mittlerweile macht es mir aber immens Spaß“.
Spaß machte es auch, sich mit dem Fast-17-Jährigen (28. Februar) zu unterhalten. Denn man merkt: Aus dem einst schüchternen Schulbub ist ein selbstbewusster, junger Mann geworden, der genau weiß, was er will. Nämlich sein Fußballleben „solange wie möglich durchziehen“ und mindestens, sollte es beim FC Bayern nicht klappen, „in der Zweiten Liga spielen“. Und wer weiß: Vielleicht haben wir schon den potenziellen Nachfolger von Bayern-Kapitän Philipp Lahm vorgestellt.



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