Olching - Martin Smolinski legt heuer den Fokus wieder auf die britische Elite-Liga. Doch statt wie zuletzt für die Bees (Bienen) in Coventry startet der Speedway-Profi jetzt für die in Birmingham beheimateten Brummies.

Der Vertrag ist unterzeichnet: Martin Smolinski (r.) und Birminghams Manager Graham Drury. foto: tb
Momentan ist der Olchinger daheim in der Werkstatt beschäftigt. Am 11. März geht Martin Smolinski für Birmingham erstmals auf die Piste. Bereits Ende Februar düst er rüber auf die Insel. „Smolis“ Comeback-Rennen in England ist gleichzeitig das letzte beim Eisspeedway-Meeting in der Halle. Denn die Traditionsveranstaltung in Telford wird nach 25 Jahren eingestellt. „Und ich will der letzte Gewinner in der Geschichte sein“, so Smolinski, der dort als einziger Deutscher schon 2008 gewonnen hat und im vergangenen Jahr auf dem zweiten Platz gelandet ist. Hierzulande steht der Olchinger weiter beim amtierenden deutschen Mannschaftsmeister in Landshut unter Vertrag. Sein Auftrag dort: Titelverteidigung.
Der Olchinger wird aber nicht mehr für die Coventry Bees (Bienen) fahren. Der Bayer wurde von den Birmingham Brummies verpflichtet. „Der Club hat sich schon länger um mich bemüht und mir jetzt ein super Angebot unterbreitet. Ich bekomme einen festen Mechaniker gestellt, der sich um die Maschinen sowie den Transport kümmert. Ich muss im Endeffekt nur zu den Rennen nach Birmingham fliegen.“
Die weiteren Beweggründe erklärt der Manager: „Wir hatten in der vergangenen Saison nicht so viele Rennen auf der Speedwaybahn wie wir uns das erhofft hatten und mussten in Martins Entwicklung eine gewisse Stagnation erkennen.“ Weil Smolinski vor allem in Polen von den oftmals „sehr willkürlichen Einsatzstrategien der Clubs abhängig ist“, habe er eine sehr niedrige Planungssicherheit. „Außerdem haben uns einige Sponsoren signalisiert, dass sie eine erhöhte Präsenz auf deutschen Bahnen begrüßen würden.“
In Polen kam Smolinski letztes Jahr zu Saisonbeginn nicht zum Zug, weil der Club auf den Briten Lewis Bridger setzte und während der laufenden Saison dann zahlreiche Ligatermine mit Rennen in Deutschland kollidierten. Smolinski: „Die britische Liga hat nahezu alle Renntermine unter der Woche. So kann ich mich an den Wochenenden auf die Veranstaltungen in Deutschland und die Weltmeisterschaft konzentrieren.“
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