Eine Woche nach ihrem 18. Geburtstag traf sie drei Mal aus dem Feld heraus, versenkte zwei Siebenmeter und verpasste dem rundum gelungenen Abend mit ihrem Treffer in der letzten Sekunde auch noch das Ausrufezeichen.
Leonie Schweinsteiger, Ihr Vater hört gar nicht mehr auf zu filmen, und Ihre Mutter grinst übers ganze Gesicht. Wie stolz sind Sie selbst?
Es ist natürlich ein tolles Gefühl, gegen solche Stars so gut zu spielen. Ich wollte eigentlich nur zeigen, was ich kann.
Hand aufs Herz, wie nervös waren Sie vor dem Spiel? Ihre Mutter hat gesagt, Sie hätten sich am Nachmittag noch den Bundesliga-Hit Leipzig gegen Buxtehude auf Video angesehen.
Ja, ich hatte nur noch das Spiel im Kopf. Wer hätte gedacht, dass wir uns heute so gut halten? Bei uns haben alle gespielt, und alle haben gekämpft. Mehr als in der Liga.
Wie erklären Sie sich das?
Man passt sich da glaube ich dem Gegner an. Wenn wir im nächsten Drittliga-Heimspiel gegen Nellingen auch so aggressiv spielen, dürfte da eigentlich nichts schief gehen.
Wie stand es um die Quote der technischen Fehler?
Das waren auch weniger als in der Liga. Allerdings haben wir zwischenzeitlich ein bisschen den Faden verloren, weil wir da zu viel wollten und in die Konter gelaufen sind.
Welche HCL-Spielerin hat der Mannschaft denn die meisten Probleme bereitet?
Neben Debbie Bont vor allem die Nummer 13, Luisa Schulze - mit ihren 1,90 Metern. Da kannst du am Kreis wirklich nicht viel machen.
Unmittelbar nach dem Interview genoss es Leonie Schweinsteiger sichtlich, einem kleinen Mädchen ein Autogramm auf einen Ball zu kritzeln, und freute sich dann selbst, als ihr Christine Königsmann großzügig das HCL-Trikot mit der 13 überließ und gegen das mit der 11 (Torjägerin Debbie Bont) tauschte.
Das Gespräch führte Guido Verstegen.












