Schon am vergangenen Dienstag waren bereits über 600 Tickets für das Duell mit dem „FC Bayern des deutschen Frauen-Handballs“ vorbestellt und nur noch Restkarten verfügbar. Die Verantwortlichen reagierten prompt: Sie schlossen den Online-Verkauf und boten die verbleibenden Karten nur noch über die Vorverkaufsstellen „Kickertreff“ und VR Bank (am Ismaninger Bahnhof) an. Zudem ist die Abendkasse in der Halle ab 18.30 Uhr geöffnet, Einlass ist ab 19 Uhr. „Da wir mit einem ausverkauften Haus rechnen, bitten wir um frühes Erscheinen, um auch logistisch in unserer Halle keinerlei Probleme zu bekommen!“, erklärte Klaus Krecken, der das Top-Event federführend organisiert hatte.
Für den deutschen Rekordmeister und Champions-League-Teilnehmer soll Ismaning nur eine Durchgangsstation auf dem Weg ins Final-Four-Turnier sein, für die Isis ist der Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Ende Oktober gewann die Mannschaft 39:33 n.V. beim baden-württembergischen Oberligisten TS Ottersweier - mit Lena und Ute Becker als Interimstrainer-Duo.
Mittlerweile hat Bernd Rösch in Ismaning das Sagen und auch seinen Vertrag unterschrieben. „Es ist natürlich schön für die Mädels, gegen den HC Leipzig antreten zu dürfen. Zumal es kein x-beliebiges Freundschaftsspiel ist. Unsere volle Konzentration gilt dennoch weiter dem Kampf um den Klassenerhalt in der Liga!“, erklärte der 44-Jährige. In dem ungleichen Duell könne es nur darum gehen, so lange wie möglich dagegenzuhalten, so lange wie möglich in Ballbesitz zu sein. „Wir wollen uns nicht abschlachten lassen, voll motiviert die Zweikämpfe annehmen und zeigen, dass wir auch was können.“ Spaß wollen sie haben, die TSV-Spielerinnen - bei diesem Höhepunkt in ihrem Handballer-Leben. Bis auf Emina Inajetovic und Tanja Großer (beide Kreuzbandriss) sind vermutlich alle Frauen an Bord.
Der HC Leipzig kommt mit der Empfehlung eines Heimsieges gegen den Buxtehuder SV nach Ismaning: Dank des 26:21 (12:10) ist der HCL bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter herangerückt. Beste Werferin im mit vielen Top-Stars gespickten Team (siehe Text unten Bericht) war Karolina Kudlacz mit neun Treffern. Die polnische Nationalspielerin hatte erst in der vergangenen Woche ihr Comeback gefeiert - nach knapp zweimonatiger Pause wegen eines Mittelhandbruchs.
Leipzigs dänischer Trainer Stefan Madsen zweifelt nicht daran, dass seine Schützlinge weiter kommen: „Dazu ist der Leistungsunterschied einfach zu groß. Wir gehören zu den Top-20-Klubs auf der Welt. Und unser Juniorteam, eine gemischte A-und B-Jugend, ist Tabellenführer in der 3. Liga Frauen.“ Dennoch habe man Respekt vor jedem sportlichen Gegner. „Selbstverständlich auch vor Ismaning.“
Guido Verstegen












