Bad Tölz - Die Buckelpisten-Freestylerin Marina Kaffka freut sich auf den Europacup in Prato Leventina. Schnell und aggressiv will die Tölzerin die ihr erstes Saisonrennen angehen.

Aggressiv und schnell will sich Freestylerin Marina Kaffka zwischen den Buckeln zeigen. Foto: esc
Neue Wege ist der Deutsche Skiverband in diesem Winter mit der Sparte Freestyle/Buckelpiste gegangen. Nachdem die deutschen Freestyler in den Wettbewerben der vergangenen Winter meist hinter der internationalen Elite ins Ziel kamen, hat Freestyle-Bundestrainer Enno Thomas seinen Eleven in dieser Saison ein hartes Trainingsprogramm auferlegt: "Wir haben uns in den vergangenen Monaten vor allem auf das Akrobatiktraining konzentriert. Zuvor haben wir die konditionellen Grundlagen geschaffen und intensiv auf dem Trampolin gearbeitet." Erst in den vergangenen Wochen sind die Sprungtechniken im Schnee vertieft worden.
Ob sich die Mühen gelohnt haben, wird sich bei den beiden nun anstehenden Europacup-Rennen zeigen: In Prato Leventina (Wochenende, 4./5. Februar) und in Piancavallo (9./10. Februar) wird das deutsche Buckelpisten-Team seine ersten Wettkämpfe in diesem Winter bestreiten. Mit dabei im 13-köpfigen Aufgebot des DSV sind auch die lokalen Buckelpisten-Asse Marina Kaffka (SC Gaißach) sowie Miriam Engler und Felix Pfeiffer (beide SC Bad Tölz).
Vor allem die 24-jährige Sportsoldatin Kaffka hat die achtwöchige Aufbauphase sehr gut genutzt und intensiv trainiert. "Ich habe konzentriert an meinen Fehlern gearbeitet. Die Leistung ist nun ein Level höher. Ich fühle mich fit, und bin total gespannt auf meine ersten Wettkämpfe in diesem Winter", freut sich die Tölzerin.
Ob das die internationalen Punktrichter in Form von besseren Noten honorieren, wird sich ab Samstag im Tessin zeigen. Kaffkas Marschrichtung führt jedenfalls zielstrebig aufs Podest, wo sie im Europacup bereits zehn Mal stand und dabei vier Siege feierte. "Natürlich sind die ersten Wettkämpfe eine Standortbestimmung. Aber wenn man so hart trainiert, wächst natürlich auch der Anspruch an einen selbst."
Bundestrainer Thomas fasst die positive Stimmung im Team zusammen: "Wir freuen uns alle sehr auf die Wettbewerbe in der Schweiz und in Italien. Zum Saisonende wollen wir Anfang März auch eine Standortbestimmung im Weltcup vornehmen." Spätestens im schwedischen Are wird sich zeigen, ob der neue Weg zum Ziel in die internationale Spitze führt. (sts)
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