HSG Würm-Mitte: Torfrau Leni Frey empfiehlt sich für Reykjavik

Gräfelfing - Die deutschen Nachwuchshandballerinnen haben in Gräfelfing Österreichs U17 zweimal geschlagen. Im Blickpunkt der heimischen Zuschauer stand Torfrau Leni Frey von der HSG Würm-Mitte.

Ob sie tatsächlich mit dabei sein wird, wenn die deutsche U17-Nationalmannschaft der Handballerinnen nach Island aufbricht, weiß sie noch nicht. Die Nominierung des Kaders für das Europameisterschaftsqualifikationsturnier in Reykjavik steht noch aus. Aber Leni Frey konnte am Sonntag zumindest eine echte Empfehlung abliefern. Die 16-jährige Torhüterin von der HSG Würm-Mitte stand im zweiten von zwei Testländerspielen gegen Österreichs U-17-Mädchen zwischen den Pfosten und schlug sich ordentlich.

Nach dem knappen 35:33 am Vortag schlug die DHB-Auswahl die Österreicherinnen am Sonntag deutlich mit 33:18. Der Grundstein wurde in der ersten Spielhälfte gelegt. Mit Frey im Tor ging der Durchgang mit 15:6 an die Deutschen. Ganze drei Tore aus dem Spiel heraus mussten sie zulassen. Ein guter Teil dieser Bilanz war der im Vergleich zum Vortag stark verbesserten Abwehr geschuldet. Doch auch Frey trug dazu bei.

U17-Bundestrainer Frank Hamann und sein Torwarttrainer Wieland Schmidt kommen bei ihren Überlegungen wohl nur noch schwer an ihr vorbei. Auch wenn noch nichts feststeht, Freys Karten haben sich sicher nicht verschlechtert. Vor den Augen von knapp 350 Zuschauern, darunter Freunde, Eltern und Großeltern, stellte sie sich dem indirekten Vergleich mit Wiebke Detjens vom Frankfurter HC. Frey und Detjens, die am Samstag eine Halbzeit spielen durfte, galten bislang als Reserve. Dana Centini (TVG Kaiserau), die in Gräfelfing an beiden Tagen spielte, dürfte gesetzt sein. Aber möglicherweise steht der zweite Platz im Stammkader jetzt zur Disposition. Der gehörte zuletzt Jessica Jochims vom TSV Bayer Leverkusen, die an dem Lehrgang nach einer Verletzung aber nicht teilnehmen konnte. Thomas Schaumberger, bei der HSG Würm-Mitte für den weiblichen Nachwuchs verantwortlich, sagt: „Die Entscheidung wird für die Trainer nicht einfach. Centini wird wohl die fixe Nummer eins. Danach muss man sehen, wie schwer der Name Leverkusen ins Gewicht fällt.“ Er hatte Frey durchaus stark genug gesehen. Gegen Detjens sollte sie sich durchgesetzt haben.

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