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Macartney nicht bei Skirennen auf der Streif

Erstes Training auf der Streif - Macartney nicht dabei

921.01.09|Wintersport|Wintersport|
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Artikel: Erstes Training auf der Streif - Macartney nicht dabei

Kitzbühel - Der im vergangenen Jahr auf der Streif spektakulär gestürzte Amerikaner Scott Macartney wird bei der 69. Auflage der traditionsreichen Hahnenkamm-Rennen wegen einer Verletzung nicht an den Start gehen.

Der US-Amerikaner Scott Macartney stürzte am 19 Januar 2008 auf der Streif schwer, verlor seinen Helm und blieb im Zielraum regungslos liegen.

© dpa

Der US-Amerikaner Scott Macartney stürzte am 19 Januar 2008 auf der Streif schwer, verlor seinen Helm und blieb im Zielraum regungslos liegen.

Der 31 Jahre alte Skirennfahrer hatte sich bei der Abfahrt am vergangenen Samstag in Wengen bei einem Sturz eine Blessur im linken Knie zugezogen, die eine Teilnahme an den Rennen in Kitzbühel unmöglich macht. "Das ist wirklich hart für mich, weil skifahrerisch bei mir wieder alles passte", sagte Macartney, der im vergangenen Dezember bei der Abfahrt in Lake Louise in den Herren-Weltcup zurückgekehrt war. Zu Beginn der Woche flog er anstelle seiner geplanten Anreise nach Kitzbühel zur weiteren Untersuchung seiner Knieverletzung in die USA.

Im Vorjahr hatte Macartney nach seinem schlimmen Unfall beim umstrittenen Zielsprung in Kitzbühel wegen eines Schädel-Hirn-Traumas vorübergehend ins künstliche Koma versetzt werden müssen. Bei dem Rennen an seinem 30. Geburtstag war der Speed-Spezialist aus einigen Metern Höhe auf die Piste geknallt. Zum Entsetzen der Zuschauer blieb Macartney zunächst zuckend, dann regungslos im Zielraum liegen, wo er vor seinem Abtransport ins Krankenhaus rund 15 Minuten behandelt wurde. Die schlimmen Bilder des vorübergehend bewusstlosen Amerikaners hatten eine heftige Debatte über die Sicherheit im alpinen Skirennsport ausgelöst.

Die Rennleitung hat auf die Kritik reagiert und den Zielsprung in diesem Jahr wieder deutlich gekennzeichnet. Der Sprung ist durch ein Richtungstor auf einer Kante klar markiert. "Wir konnten zwar im Vorjahr nichts dafür, aber nun ist alles so, wie es Trainer und Läufer wünschten. Die Läufer sehen nun exakt, wo sie abheben werden", sagte Rennleiter Peter Obernauer.

Walchhofer bei erstem vorn - Keppler 29.

Der österreichische Skirennfahrer Michael Walchhofer ist beim ersten Training für die Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel die Bestzeit gefahren. In 1:59,68 Minuten war der Führende im Abfahrts-Weltcup bei dem wegen teils dichten Nebels mehrmals unterbrochenen Training auf der Streif am Mittwoch 0,82 Sekunden schneller als Vorjahressieger Didier Cuche aus der Schweiz. 1,40 Sekunden hinter Walchhofer lagen bei dem Test für das Rennen am Samstag dessen Landsmann Christoph Gruber sowie Gesamtweltcup-Sieger Bode Miller aus den USA.

Als bester Deutscher Starter belegte Stephan Keppler aus Ebingen bei schlechter werdender Sicht mit 4,46 Sekunden Rückstand Rang 29. Der Partenkirchener Andreas Strodl fuhr auf Platz 33, sein Bruder Peter verpasste kurz vor dem Ziel ein Tor.

"Meine Zeit ist noch nicht sehr aussagekräftig. Als nach einigen Startern unterbrochen wurde, gab es eine Ansage, dass man wegen des Nebels im Mittelteil anbremsen soll", berichtete Keppler. Nachdem die erste Übungsfahrt am Dienstag wegen Schneefalls abgesagt worden war, soll das Abschlusstraining am Donnerstag (11.30 Uhr) laut Wetterprognose problemlos gefahren werden können.

dpa

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