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Im Wiesn-Look auf Torjagd: Der Fußball-Zweitligist TSV 1860 tritt während der Oktoberfest-Wochen mit einem speziellen Wiesn-Trikot an. Das neue, ab heute erhältliche Dress aus der uhlsport-Sonderedition präsentieren hier Verteidiger Guillermo Vallori und das Wiesn-Playmate Kathrin Göppert. 

Maurer fordert Sieg über Braunschweig

Jetzt gehen Löwen in die Wiesn-Offensive

München - Die Löwen starten ihre Wiesn-Offensive: Zum Oktoberfest-Auftakt fordert 1860-Trainer Reiner Maurer einen Heimsieg über Tabellenführer Braunschweig.

Reiner Maurer versuchte seine Laune zunächst dem spätsommerlichen Hoch anzupassen. Lächelnd saß er inmitten der Presserunde vor dem Löwen-Stüberl und erklärte: „Es gibt nur erfreuliche Nachrichten. Bis auf Grigoris Makos sind alle Spieler an Bord.“ Vor dem Gastspiel des Tabellenführers Eintracht Braunschweig (Sonntag, 13.30 Uhr, Allianz Arena) kann der 1860-Trainer also auf eine stabile Personallage bauen. Doch seine gute Laune hielt nur, bis die Sprache auf die jüngste Auswärtspartie beim VfL Bochum kam. Die kritischen Töne zum hart erkämpften 0:0 haben Maurer doch arg missfallen. Was allein schon seiner plötzlich leicht verfinsterten Miene zu entnehmen war. „Es war keineswegs so, dass wir enttäuscht hätten“, betonte er.

Das ausgeprägte Münchner Anspruchsdenken kennt Maurer, seit er in Diensten der Blauen ist. Mit knappen, glanzlosen Siegen gibt man sich hier nicht zufrieden. „Die Erwartungshaltung ist riesengroß. Bei uns wird immer erwartet, dass ein Spektakel gezeigt wird“, sagte er in mürrischem Ton: „Aber ich kann doch nicht sagen, ich bin 1860 München und fragen: Wieviel Tore wollt ihr?“ Vielmehr dürfe nicht vergessen werden: „Wir haben jahrelang am Ruin gelebt.“ Im Gegensatz zu Bochum: „Die haben ein klar höheres Budget als wir.“ Und auch Braunschweig, die Überraschungsmannschaft der noch jungen Zweitliga-Saison, sieht er zumindest in punkto kontinuierlicher Kaderentwicklung im Vorteil: „Die haben in den letzten Jahren mit Karim Bellarabi nur einen einzigen Leistungsträger verloren.“

Allerdings befinden sich mittlerweile auch die Löwen mitten im Aufbruch zu besseren Zeiten. Was sich nicht zuletzt in den bisherigen fünf Partien widerspiegelte. „Wir sind ganz ordentlich gestartet“, sagt Maurer. Zwei Siege, drei Remis, erst zwei Gegentore, Tabellenplatz 6 – das kann sich schon sehen lassen. Ob aus einer ordentlichen Zwischenbilanz eine richtig gute wird, hängt aber nicht zuletzt vom Ausgang des bevorstehenden Heimspiels ab. Und in dieser Hinsicht entwickelt auch Maurer gehobenes Anspruchsdenken: „Braunschweig hat fünfmal in Folge gewonnen – da ist es für uns doppelt wichtig, den Abstand zu verkürzen.“ Oder noch klarer ausgedrückt: „Wir wollen den Tabellenführer schlagen und auf einen der vorderen Plätze vorrücken.“

Der frühere Verteidiger ging da ganz schön in die Offensive. Hilfreichen Beistand erhofft er sich am Sonntag auch vom Publikum. Über 30 000 Zuschauer werden erwartet. Maurer: „Ich sehe da schon eine Euphorie.“ Die Unterstützung von den Rängen, so der Trainer, käme besonders „den neuen Spielern im Offensivbereich“ zugute: „Unsere Angreifer brauchen Selbstvertrauen, um sich durchsetzen zu können.“ Womit sich die bislang schwächelnden Moritz Stoppelkamp und Ismael Blanco angesprochen fühlen dürften.

Immerhin zählte Chefan-greifer Benny Lauth (drei Saisontore) bislang zu den Aktivposten, ansonsten aber stützten sich die noch ungeschlagenen Löwen überweigend auf die Wehrhaftigkeit der hinteren Reihen. Die vorzügliche Defensiv-Bilanz (vier der fünf Spiele endeten ohne Gegentor) erklärte Abwehrrecke Guillermo Vallori so: „Die ganze Mannschaft hat bisher viel für die Defensive getan.“ Gegen Braunschweig soll nun kollektiv umgeschaltet werden. Vallori: „Jetzt muss das ganze Team nach vorne arbeiten.“ Schließlich gilt es für die Sechziger, wieder einmal hohe Erwartungen zu erfüllen. Maurers Wunsch lautet: „Ein schöner Wiesn-Auftakt.“

Armin Gibis

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