München – So langsam aber sicher hat auch Reiner Maurer seinen Glauben an schnelle Erfolge verloren. „Ich bin Realist“, sagte der Trainer des TSV 1860, „bis zum Trainingslager werden wir wohl kaum komplett sein.“

© sampics
Aleksandar Ignjovski
Die Ahnung wird den Coach wohl nicht getrogen haben. Bereits am kommenden Montag brechen die Löwen zum Feinschliff nach Wörgl auf. Wie die Dinge stehen, könnte die sportliche Führung des Zweitligisten in der Tat schon froh sein, bis dahin auch nur die Einigung mit Djordje Rakic unter Dach und Fach zu bekommen. Mit dem Angreifer sind dem Vernehmen nach nur noch letzte Details zu klären.
Auf der anderen Seite könnte aber auch in den bestehenden Kader noch einmal kräftig Bewegung kommen. Sportdirektor Miki Stevic stellte jedenfalls klar, dass den geplanten Neuzugängen aus wirtschaftlichen Gründen auf jeden Fall auch noch der ein oder andere Abgang gegenüberstehen muss. Und damit ist längst nicht mehr nur Sturmtalent Manuel Schäffler gemeint, der den Verein in den nächsten Tagen auf Leihbasis verlassen wird.
Wenn sich Tschauners Haltung noch ändern sollte – die nächsten Tage sollen Klarheit bringen – dann hat Maurer den Notplan schon in der Tasche. „Wir würden dann auf jeden Fall eine gestandene Nummer zwei holen“, sagte er, „ich habe schon einen Kandidaten im Blick.“
Patrick Reichelt



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