027.05.09|TSV 1860|4 KommentareFacebook
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Der Defensivspezialist der TuS Koblenz ist ein Spieler, der es Sportchef Miroslav Stevic angetan hat – ein Interesse, das auf Gegenseitigkeit beruht.

© dpa
Dynamisch, torgefährlich, aber teuer: Der Koblenzer Goran Sukalo, ein Wunschkandidat der Löwen.
Der Haken bei der Sache: Der slowenische Nationalspieler ist noch bis 2011 an die TuS gebunden, müsste also aus seinem Vertrag herausgekauft werden.
Unterhaching, die alte Heimat. Dorthin kehrt Goran Sukalo immer wieder gerne zurück. Zuletzt war er am Montagabend da. Abendessen mit alten Freunden im Restaurant eines alten Freundes. Miroslav Stevic ist auch ein alter Bekannter von Sukalo, seitdem die beiden gemeinsam im Mittelfeld der SpVgg Unterhaching spielten – jetzt ist Stevic Sportchef des TSV 1860 und schwärmt unverhohlen von seinem damaligen Mitspieler, den es vor drei Jahren zur TuS Koblenz verschlug. Hat es ein Treffen gegeben? „Nein“, sagt Sukalo (27), „ich war nur zwei Stunden dort, auf der Durchreise nach Slowenien.“ Sollte ihn Stevic aber am Strand seines Urlaubsdomizils in Koper erreichen wollen, würde er nicht auflegen: „Wer sagt, dass 1860 kein interessanter Verein ist, der lügt. Große Tradition, viele Fans, super Stadion. Klar reizt das. Im Moment ist es aber noch zu früh, etwas zu sagen.“
Das Problem bei Sukalo ist: Er steht noch zwei Jahre bei Koblenz unter Vertrag, würde also eine Ablöse kosten. Das andere Problem ist: 1860 hat eigentlich kein Geld. Würden die Löwen ihr Interesse nun öffentlich machen, würde das den Spieler nicht billiger machen. Das Internetportal transfermarkt.de beziffert den Wert des 27-
Vom Preis abgesehen passt Sukalo perfekt in das Anforderungsprofil von Stevic und Chefcoach Ewald Lienen . Erfahren sollen die Neuzugänge sein, nicht zu jung und vor allem: qualitativ besser als die Spieler, die den Verein verlassen. Dem Vergleich mit Danny Schwarz , Nikolas Ledgerwood oder Markus Thorandt würde Sukalo vermutlich standhalten, nicht umsonst wollte ihn 1899 Hoffenheim letztes Jahr unbedingt verpflichten. Koblenz sagte allerdings Nein, was bestimmt nicht leicht fiel, wenn man sieht, was Hoffenheim so an Ablösesummen zahlt. Nur ein Verein, der total von einem Spieler überzeugt ist, verzichtet freiwillig auf das Hoppsche Geld.
Für Stevic ist Sukalo „eine Granate“, schwärmte er nach dem Saisonabschluss in Nürnberg . „Er köpft hinten alles weg und ist vorne immer für sieben Tore gut.“ Dazu kommt: Sukalo ist vielseitig einsetzbar. In Unterhaching (2001 bis 2005), Aachen und Koblenz hat Sukalo vor allem im defensiven Mittelfeld gespielt, in der Nationalmannschaft auch mal in der Innenverteidigung. Letzteres war allerdings nicht so sein Ding. „Offensiver spielen und Tore schießen macht mir mehr Spaß“, sagt er. Daran würde ihn bei den Löwen niemand hindern, schon gar nicht Lienen, der allerdings mauert: „Ich möchte das nicht kommentieren. Über einen Spieler zu sprechen, der woanders noch zwei Jahre unter Vertrag steht, wäre unseriös.“
Letztlich wird es vom Verhandlungsgeschick der Löwen abhängen, ob sie ihren Wunschkandidaten loseisen können. Dass Stevic um kreative Lösungen nicht verlegen ist, hat er ja bereits bewiesen, als er Rukavina und Gulan für geringe Leihgebühr holte und Lars Benders Transfer nach Leverkusen auf die übernächste Saison vertagte.
Bislang, beteuert Sukalos Berater, habe es noch keine offizielle Anfrage von 1860 gegeben. Aber: „Der Transfermarkt kommt auch jetzt erst ins Rollen, die Saison ist ja erst seit Sonntag zuende.“ Bis sich was tut, genießt Sukalo seinen Urlaub. „Hier hat’s 35 Grad“, sagt er ins Handy, „und jetzt muss ich dringend ins Wasser.“ Die Mailbox ist sicherheitshalber aktiviert.
Uli Kellner
Letzter Kommentar zu diesem Artikel:
28.05.09 meint TuS-Fan (anonym)
Nein! Bloß nicht! Goran, bleib bei uns, wir brauchen dich doch :(
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