Neuzugang fragte beim Ex-Löwen nach

Friend: "Aigner meinte, ich passe gut zu Lauth"

München - Jetzt ist der Transfer offiziell bestätigt: Rob Friend wird ein Löwe. Der Hüne freut sich auf seine neue Aufgabe und ist zu 100 Prozent fit, wie er erklärt.

Am Donnerstag um 10:10 Uhr gaben die Löwen bekannt, was längst kein Geheimnis mehr war: Rob Friend verstärkt den Angriff der Sechziger. Schon am Mittwoch war die Einladung an die Medienvertreter rausgegangen, einen Neuzugang zu begrüßen - da noch ohne Name.

Unsere Onlineredaktion erfuhr: Es handelt sich um Rob Friend aus Frankfurt. Gegen 9 Uhr tauchte der Kanadier am Donnerstag tatsächlich an der Grünwalder Straße auf. Rund eine Stunde später folgte die Bestätigung per Pressemitteilung: Der 1,95 Meter große Kanadier kommt bis Sommer 2014 auf Leihbasis von Eintracht Frankfurt. Über die Transfer-Modalitäten haben die Löwen mit den Hessen Stillschweigen vereinbart.

Als die anderen Spieler am Donnerstag um 10 Uhr auf den Trainingsplatz kamen, fehlte Friend noch. Er blieb zunächst in der Kabine, kam dann um 10:32 Uhr auf den Platz und drehte einige Runden. Er absolvierte wegen einer Erkältung lediglich eine Laufeinheit.

"1860 ist der einzige Verein in der Zweiten Liga, zu dem ich gehen wollte", erklärte Friend mittags bei einer Pressekonferenz. "Ich hatte eigentlich schon meinen Flug nach Kanada gebucht. Ich wäre ja fast bei Vancouver gelandet."

Auch der Rat von Stefan Aigner brachte ihn dann aber dazu, sich für die Löwen zu entscheiden. "Stefan sagte, dass ich gut in die Mannschaft und vor allem zu Benny Lauth passen würde." Aigner war vor der Saison von 1860 zur Eintracht gewechselt, kennt sich also mit beiden Mannschaften bestens aus.

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Die Motivation ist jedenfalls riesig bei Friend, der die Nummer 9 bekommt. "Ich bin hungrig und will endlich wieder Fußball spielen", sagt der neue Mann. In der laufenden Saison durfte er bei Frankfurt kein einziges Mal bei den Profis ran, sondern nur einmal in der Regionalligatruppe auflaufen. "Das war zuletzt keine einfache Zeit für mich, aber ich habe nie aufgegeben und mich im Training immer voll reingehängt, so dass ich für meinen neuen Klub zu 100 Prozent fit bin. Das will ich jetzt bei 1860 unter Beweis stellen."

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Löwen-Sportchef Florian Hinterberger erwartet viel vom neuen Mann: "Rob ist ein erfahrener Spieler, der seine Qualitäten und Torgefahr schon bewiesen hat." Er sieht ihn als Stoßstürmer, "der viel Körperlichkeit und Kopfballstärke mitbringt. Mit seiner Siegermentalität ist er ein wichtiger Bestandteil bei unserer Zielsetzung für die Restrunde, nochmals im Kampf um Platz drei anzugreifen."

Friend soll bei den Verhandlungen Hinterberger von seinem Traum erzähl habent: "Ich will der erste Nichteuropäer sein, der in Deutschland mit vier Vereinen in die 1. Bundesliga aufsteigt", soll der Kanadier gesagt haben. Das war ihm zuvor mit Mönchengladbach, Hertha und Frankfurt gelungen. Um an der Erfüllung dieses Aufstiegstraums zu arbeiten, schlug er drei höher dotierte Verträge aus, die ihm Vancouver, Seattle und der türkische Verein Göztepe vorgelegt hatten.

Friend heißt mit vollem Namen Robert Douglas Friend. Er bringt die Erfahrung von 50 Erstliga-Spielen (zehn Tore) und 71 Zweitliga-Spielen (24 Tore) in Deutschland mit.

lin

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