108.03.10|TSV 1860|TSV 1860|1
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München - Aufregung an der Grünwalder Straße! Die vom DFB herausgegebene Pressemitteilung über mögliche Spielmanipulationen im Dunstkreis des TSV 1860 München hat für Irritationen gesorgt.
"Die Formulierung ist leider so vage, dass wir damit nichts anfangen können. Ist nun ein Manipulationsversuch unternommen worden oder nicht?", fragt sich Löwen-Geschäftsführer Manfred Stoffers in einer vom Verein herausgegebenen Pressemitteilung. In der Mitteilung des DFB hatte es geheißen, dass sich in der Nachbereitung des Spiels für den Sportdienstleister Sportradar ein Hinweis auf eine "möglicherweise beabsichtigte Spielmanipulation" ergeben habe. "Eine gute oder schlechte Absicht zu haben, reicht nicht aus, vor allen Dingen dann nicht, wenn folgenschwere Verdachtsmomente geäußert werden", sagt Stoffers.
Trotzdem habe der TSV 1860 München Sportdirektor Miki Stevic und Cheftrainer Ewald das Spiel noch einmal bis ins kleinste Detail analysieren lassen. Beide kommen dabei einhellig zu dem Ergebnis, dass es nicht den geringsten Hinweis auf eine bewusste Schlechtleistung eines an der Partie beteiligten Spielers von 1860 München gebe. Ewald Lienen: "Wir haben 90 Minuten lang versucht, das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen, hatten jede Menge Torchancen und haben am Ende wegen eines Sonntagsschusses verloren." Ergänzend fügt er hinzu: "Wie in jedem Spiel gab es jede Menge Fehler auf unserer Seite, auf Seiten der gegnerischen Mannschaft und nicht zuletzt auf Seiten des Schiedsrichters. Um aber eine Absicht unterstellen zu können, braucht man hieb- und stichfeste Beweise. Wer die nicht hat", so Ewald Lienen, "setzt leichtfertig den guten Ruf von Fußballern aufs Spiel."
"Diese fachliche Analyse ist für uns über jeden Zweifel erhaben", so Löwen-Geschäftsführer Manfred Stoffers. "Da uns keine näheren Informationen vorliegen, werden wir bis zum Beweis des Gegenteils von der Unschuld unserer Spieler ausgehen." Nachdrücklich fügt er hinzu: "Wir werden Vorverurteilungen unserer Spieler auf der Basis von Gerüchten und übler Nachrede nicht zulassen. Dabei werden wir uns auch rechtlicher Mittel bedienen."
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