Moritz Geisreiter Eisschnelllauf-WM in Sotschi
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Moritz Geisreiter bei der Eisschnelllauf-WM in Sotschi verpasste die Podestplätze deutlich.

Eisschnelllauf-WM: Pechstein holt Bronze

Sotschi - Bei der Eisschnelllauf-WM in Sotschi durften sich die Deutschen über keine Medaille freuen. Sowohl Langstrecken-Spezialist Geisreiter als auch Weber lagen deutlich hinter den Niederländern.

Langstrecken-Spezialist Moritz Geisreiter ist bei der Einzelstrecken-WM der Eisschnellläufer in Sotschi über 10.000 m deutlich an den Medaillenrängen vorbeigelaufen. Der 25-Jährige aus Inzell landete in 13:29,20 Minuten auf den zehnten Rang und lag damit noch hinter Marco Weber (München/13:24,20), der als Siebter überraschend bester Deutscher wurde. Auch der Erfurter Patrick Beckert (13:26,79) setzte sich auf dem achten Platz noch vor den gesundheitlich angeschlagenen Geisreiter, der im Vorjahr auf den vierten Rang gerast war.

Edelmetall machten derweil drei überragende Niederländer unter sich aus. Zum Sieg quälte sich dabei mit Bahnrekord Jorrit Bergsma (12:57,69), der im direkten Duell den Vorjahressieger Bob de Jong (13:00,26) in Schach hielt. Zwischen das Duo schob sich 5000 m-Weltmeister Sven Kramer (12:59,71).

„Vor ein paar Monaten habe ich mich noch ganz vorne gesehen. Danach musste ich mit ansehen, wie mir die Felle davonschwimmen. Deshalb bin ich mit dem zehnten Platz zufrieden und sehr erleichtert“, sagte Geisreiter.

Auch Frauen verpassen Podest

Zuvor hatten auch die deutschen Frauen über 1000 m die Podestplatzierungen deutlich verpasst. Die Berlinerin Monique Angermüller belegte als beste Athletin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) in 1:17,51 Minuten den zwölften Rang, verpasste nach Platz zehn über 1500 m aber ihre zweite Top-10-Platzierung an der Schwarzmeerküste.

Den WM-Titel gewann etwas überraschend mit Bahnrekord Olga Fatkulina. In 1:15,44 Minuten verwies die 23-jährige Russin die niederländische Ausnahmeathletin Ireen Wüst (1:15,71), die in Sotschi bereits zwei Goldmedaillen gewonnen hatte, auf den zweiten Platz. Bronze ging an Brittany Bowe (USA/1:15,87). Die Erfurterin Judith Hesse landete in 1:18,00 Minuten auf dem 15. Platz, Gabriele Hirschbichler (Inzell/1:18,51) musste sich mit dem 17. Rang zufrieden geben.

Pechstein gewinnt Bronze über 5000 m

Claudia Pechstein sprang nach ihrem zweiten Coup mit einem kräftigen Satz auf die Werbebande und küsste vor den TV-Kameras und Fotografen ausgelassen ihren Freund Matthias. Bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften in Sotschi hat die 41 Jahre alte Berlinerin am Samstag mit Bronze über 5000 Meter ihre zweite Medaille gewonnen. In 7:04,07 Minuten musste sie nur der überragenden Tschechin Martina Sablikova (6:54,31) und der Niederländerin Ireen Wüst (7:02,96) den Vortritt lassen. Für Sablikova war es der sechste Titel in Serie auf dieser Distanz seit 2007.

Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert blieb in 7:09,36 Minuten nur der fünfte Platz. Dafür überraschte Bente Kraus aus Berlin mit persönlicher Bestzeit als Siebte (7:09,82). Pechstein erhöhte ihr Erfolgskonto bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften auf nun insgesamt 59 Medaillen (14/28/17). Allein auf den 5000 Metern hat die 41 Jahre alte Berlinerin nun 13 WM-Medaillen gewonnen, dabei 1996 bei der Premiere und 2003 jeweils Gold.

sid

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