104.07.09|WintersportFacebook
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Berlin - Einen Tag nach ihrer zweijährigen Sperre durch den Eislauf-

© AP
War Claudia Pechstein gedopt?
Zugleich räumte sie aber auch Fehler und Lügen gegenüber der Öffentlichkeit ein. “Ich bin natürlich stinksauer auf die ISU. Ich werde von der ISU als Präzedenzfall dargestellt. Ich fühle mich total verarscht, denn ich wurde mehr kontrolliert als andere und nie gab es eine positive Probe“, sagte die 37 Jahre alte Berlinerin in einem Interview mit der Deutschen Presse-
Heute ärgere sie sich sehr, dass sie sich “auf den 'Kuhhandel' mit der ISU eingelassen“ habe. Die Vertreter der ISU hätten die deutsche Mannschaft erpresst mit den Worten: “Es gibt nach den auffälligen Blutwerten nur zwei Möglichkeiten: Entweder meldet ihr Claudia wegen Krankheit ab oder wir sprechen eine Schutzsperre aus“, schilderte Pechstein die Situation am 7. Februar dieses Jahres, als die fünfmalige Olympiasiegerin nach dem ersten Tag der Mehrkampf-
“In dieser Nacht habe ich dieses Wort überhaupt das erste Mal gehört. Später hat sich die Situation dann mehr und mehr verschärft, es ging plötzlich nicht mehr um eine Schutzsperre, sondern eine Doping-
“Meine Angst, öffentlich des Dopings beschuldigt zu werden und die Hoffnung, die Angelegenheit ohne Aufsehen klären zu können, waren stärker als mein Verlangen es heraus zu schreien, unschuldig des Dopings bezichtigt zu werden“, berichtete sie auf ihrer Homepage und räumte ein: “Heute weiß ich, dass dies ein Fehler war. Ein Fehler vor allem deshalb, weil ich die Öffentlichkeit und meine Fans belogen habe. Dafür möchte ich mich entschuldigen.“ Öffentlich hatte sie in Abstimmung mit der Teamleitung behauptet, einen grippalen Infekt erlitten zu haben. “Natürlich ist es total blöd, dass ich damals nicht die Wahrheit sagen konnte. Aber mir wurde ja förmlich die Pistole auf die Brust gesetzt seitens der ISU“, sagte sie der dpa.
Im Zusammenhang mit der Sperre sprach Pechstein von einer “öffentlichen Hinrichtung“. Sie habe den Doping-
Bei ihrem Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS, den ihr Anwalt gemeinsam mit der Deutschen Eisschnelllauf-
Mit Bestürzung haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die DESG auf die Sperre reagiert, der Athletin aber Rückhalt gewährt. “Es gilt nun, den Verdacht so schnell wie möglich aufzuklären“, sagte DOSB-
Auch die DESG “steht an der Seite der Athletin und geht bis zur rechtskräftigen Verurteilung von ihrer Unschuld aus“, heißt es in einer vom Verbandspräsidenten Gerd Heinze und Anwalt Marius Breucker unterzeichneten Erklärung. Andere Blutwerte, die auf Doping hindeuten könnten - etwa Hämoglobin oder Hämatokrit -, seien unauffällig gewesen. Aufgrund eines einzelnen Blutwertes sei ein verlässlicher Doping-
dpa
Claudia Pechstein ist am Samstagabend zu Gast im Aktuellen Sportstudio des ZDF (ab 23 Uhr). Das gab ihr Management am Samstagmorgen bekannt.
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