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Claudia Pechstein will sich zu Doping-Vorwürfe nicht mehr äußern

Pechstein will sich zu Doping-Vorwürfe nicht mehr äußern

Berlin - Nach ihrer stürmischen Medien-Offensive in den vergangenen Tagen hat die wegen angeblichen Blutdopings gesperrte Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein einen Informations-Stopp verhängt.

Claudia Pechstein

© dpa

Claudia Pechstein

"Im Moment ist von Claudias Seite alles gesagt, was zu diesem Zeitpunkt gesagt werden musste. Ab jetzt wird sie sich wieder voll auf das Training konzentrieren", erklärte Manager Ralf Grengel am Donnerstag auf Anfrage bezüglich Pechsteins jüngsten Äußerungen auf ihrer Homepage www.claudiapechstein.de an. Dort hatte die Athletin in kompakter Form Unzulänglichkeiten aufgelistet, die sie im Richterspruch der Disziplinar-Kommission zu ihrer Zwei-Jahres-Sperre wegen auffälliger Retikulozyten-Blutwerte vermisste.

Aufgehoben werden soll der Informations-Stopp laut Grengel erst durch eine Pressekonferenz, über deren konkreten Zeitpunkt derzeit noch keine Aussage zu treffen sei. "Wir wollen diese Pressekonferenz sorgfältig vorbereiten, deshalb werden wir uns auch nicht unter Druck setzen lassen", sagte der Pechstein-Manager.

Auf ihrer Homepage beleuchtete Pechstein am Donnerstag erstmals die Begründung des Weltverbandes ISU zu ihrer Sperre. Sie kritisierte, dass sich "im Urteil nicht wiederfinde, dass die Anklage im Laufe des Verfahrens mehrfach eigene Fehler einräumen musste, nicht schlüssig dokumentiert werden konnte, wie meine Proben gelagert und transportiert worden sind und kein einziges Original-Protokoll der Messungen meiner Werte vorgelegt wurde".

Zudem finde sich in der Urteils-Begründung kein Hinweis, dass der unabhängige Gutachter Max Gassmann in der Anhörung keinesfalls dem Argument der Anklage folgen wollte, dass es als sicher anzusehen ist, dass eine Bluterkrankung von ihr unwahrscheinlicher sei als die Annahme, sie hätte gedopt.

Dies seien nur ein paar Beispiele von zahlreichen weiteren, die zwar nicht im Spruch des Schiedsgerichts, sondern in den Protokollen und in den Schriftsätzen festgehalten sind, die die Anhörung am 29./30. Juni in Bern flankierten. Zudem kritisiert Pechstein, dass es für den Weltverband ISU kein Problem darstelle, dass ihre Proben in keinem von der Welt-Anti-Doping-Agentur zugelassenen Labor kontrolliert wurden, was Inhalt der Urteils-Begründung sei.

dpa

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