Skilanglauf: Björgen nicht zu bremsen

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    • 23.03.13
    • Wintersport
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Zeller und Tscharnke beste Deutsche

Björgen nicht zu bremsen - Northug vor Gesamtsieg

Falun - Marit Björgen hat auch die vorletzte Etappe der Mini-Tour im schwedischen Falun gewonnen. Die zwölfmalige Weltmeisterin siegte im Klassikrennen über 10 Kilometer knapp vor einer Teamkollegin.

Marit Björgen

© dpa

Marit Björgen (Archivbild vom Prolog) gewann auch den Massenstart in Falun.

Die norwegischen Skilanglauf-Stars Petter Northug und Marit Björgen haben auch dem vorletzten Tag der Saison ihren Stempel aufgedrückt. Während der neunmalige Weltmeister Northug nach Rang vier im schwedischen Falun kurz vor seinem zweiten Gewinn des Gesamtweltcups steht, feierte Björgen ihren bereits achten Saisonsieg. Die deutschen Starter verpassten dagegen eine Top-Platzierung: Katrin Zeller sorgte als Elfte des Klassikrennens über 10 Kilometer noch für das beste DSV-Ergebnis.

Northug, der schon 2009/10 dominiert hatte, führt vor dem Finale am Sonntag die Gesamtwertung mit 1361 Punkten vor dem Russen Alexander Legkow (1281) und Titelverteidiger Dario Cologna aus der Schweiz (1274) an. Cologna und Legkow verloren auf den Rängen 12 und 14 weiter an Boden. Der Tagessieg über 15 Kilometer ging nach 43:26,0 Minuten an Eldar Rönning aus Norwegen. Bester Deutscher war Tim Tscharnke (Biberau), der mit einem Rückstand von 18,4 Sekunden auf Platz 14 landete. Weltcup-Punkte sammelte auch Tobias Angerer (Vachendorf/+1:38,3 Minuten) auf Rang 26.

Für Diskussionen sorgte auch am Samstag die entschärfte Strecke. Nach einer Boykott-Androhung mehrerer Athleten war der ebenso berüchtigte wie steile Anstieg „Mörderbakken“ teilweise aus dem Programm genommen worden. „Mich hat keiner gefragt. Diese Änderungen kommen sicher eher den Norwegern entgegen“, sagte Tour-de-Ski Sieger Legkow, der als Spezialist für steile Strecken gilt.

Das Rennen gab Legkow recht: Der viermalige Staffel-Weltmeister Rönning setzte sich im Zielsprint vor dem Russen Maxim Wylegschanin (+0,1 Sekunden) und Martin Johnsrud Sundby (Norwegen/+1,0) durch. In der Gesamtwertung der Mini-Tour führt Northug mit jetzt 30,5 Sekunden Vorsprung auf Wylegschanin, Tscharnke ist auf Platz 15 (+1: 42,4) auch hier bester Deutscher.

Björgen nicht zu bremsen

Bei den Frauen hatte es zuvor einen norwegischen Dreifachsieg gegeben: „Königin Marit“ Björgen gewann nach 28:06,7 Minuten souverän vor ihren Teamkolleginnen Therese Johaug (+3,9 Sekunden) und Heidi Weng (+11,0). Die zwölfmalige Weltmeisterin Björgen landete damit bei ihren vergangenen 23 Starts immer auf dem Podium. In diesem Winter war sogar Rang zwei das schlechteste Ergebnis der Allrounderin, die um den Jahreswechsel mit Herzproblemen lange ausgefallen war.

Zeller (Oberstdorf/+1:00,0 Minuten) war auf Platz elf wie schon beim Prolog am Freitag beste Deutsche. „Am Anfang ging es richtig gut. Irgendwann habe ich aber den Anschluss verloren, da habe ich ein wenig geschlafen“, sagte Zeller, die dennoch zufrieden war. Ebenfalls in die Punkte schafften es Nicole Fessel (Oberstdorf/+1: 35,4) und Denise Herrmann (Oberwiesenthal/+1:48,9) auf den Plätzen 24 und 28. „Es war heute sehr schwer. Ich bin ziemlich müde und gesundheitlich angeschlagen. Ich kämpfe mich durch“, so Fessel.

Titelverteidigerin Björgen baute durch ihren Sieg auch die Gesamtführung der Mini-Tour aus. Die Polin Justyna Kowalczyk, die bereits als Gewinnerin des Gesamtweltcups feststeht, musste sich am Samstag als Vierte der norwegischen Übermacht beugen und erklärte anschließend einen Startverzicht für das letzte Rennen am Sonntag.

sid

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Signo20024.03.2013, 08:31
(0)(0)

ja, diese Norweger, diese Leistungsexplosionen.....
was machen die Norweger anders bzw. was machen sie vielleicht hinter unserem Rücken.
Als früherer Leistungssportler betrachte ich seit jahren die Nordische Szene ganze genau, lasse kein Rennen aus, verfolge die Leistungskurve der bekannten Läufer. Findet man sich mit dem überirdischen Dreigespann Björgen, Kowalcyk, Johaug ab, die anderen um die Finninnen, Kalla, Weng, Steira usw. eben schon ein merkliches Stück dahinter, so ist man fast gschockt, was Heidi Weng derzeit an Leistungsexplosion hinlegt.
Da zieht die Kowalcyk ab, lässt zunächst Björgen stehen, Johaug schon 100m dahinter, Weng fällt weiter ab, aber dann muß man mit ansehen, wie sich die Norwegerinnen, alle drei wieder nach vorne kämpfen und Heidi Weng, die paar mal einen Rückstand schon aufholte, läuft dann im Zielsprint die Kowalcyk noch nieder und liegt nur wenige Sekunden hinter M. Blörgen.
Leute, dieses Rennen hat mich geschafft; jetzt bin ich mir sicher, dass die Norwegerinnen leistungsfördernde Mittel einnehmen. Das, was Heidi Weng abgliefert hat, war überirdisch, einfach unglaublich.
Ich sage das jetzt hier, weil ich mir sicher bin, dass der Schwindel in 2,3 Jahren aufkommt und zumindest es einer vorher schon angedeutet hat.
So war es im Biathlon mit den Russinnen, im Langlauf mit den Finninnen, man sah vorher schon was, keiner wollte es laut sagen und dann kam es raus und die Leute wurden gesperrt.
Vergesse auch nicht den Auftritt von Gjerdalen bei der WM; aufgezogen wie ein Spielzeug rannte er alles nieder, um uns in den nächsten Rennen zu zeigen, dass alles eine Eintagsfliege war.
Ich traue den Norwegern nicht mehr überm Weg.

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