BCF Wolfratshausen - Der Fußball-Landesligist BCF Wolfratshausen verliert seinen Macher der vergangenen Jahre: Am Freitag hat Michael Krentscher - zunächst intern - seinen Rücktritt als Abteilungsleiter zum Ende des Monats verkündet.

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Beruf geht vor Fußball: Nach dem Rückzug von BCF-Abteilungsleiter Michael Krentscher (re.) führt Franz Sedunko kommissarisch allein die Geschäfte.
„Es geht nicht mehr“, lautet die auf den ersten Blick lapidare Begründung des 36-Jährigen.
Der Ursprung dieser Entscheidung ist weder in den Vereinsstrukturen noch bei seinen Mitstreitern zu finden. Neue berufliche Herausforderungen sowie seine familiären Aufgaben nötigen Krentscher zu diesem Schritt. Die leitende Position im Verein mit seiner Vielzahl an alltagsüblichen Aufgaben lässt sich nicht mehr in ausreichendem Maße bewerkstelligen. „Es bleibt keine Luft mehr“, sagt der Spartenchef, der zuletzt vergeblich nach offenen Zeitfenstern fahndete.
Der 36-Jährige brauchte ein wenig Zeit, um aus dem Schatten seines Vorgängers zu treten. Anders als der schillernde Willi Müller regelte der „Michi“, wie er in Farchet allenthalben genannt wird, die Dinge im Hintergrund und ohne jegliche Extrovertiertheit.
Mit dem früheren Gesamtvereinsvorsitzenden und ehemaligen Wolfratshauser Stadtrat Franz Sedunko fand sich im Vorjahr aus dem BCF-Dunstkreis ein Helfer auf gleicher Wellenlänge. Schon in den letzten Monaten war meist der 61-Jährige der Ansprechpartner in Fußball-Angelegenheiten, respektive Verhandlungspartner für potenzielle Neuzugänge. „Franz war immer eine super Hilfe“, schickt Krentscher ein Dankeschön an seinen vermeintlichen Nachfolger. Sedunko reicht den Stab zurück und versichert, „wir haben immer gut zusammengearbeitet“.
Die Entscheidung Krentschers pro Karriere bezeichnet er als logisch. Auch den Zeitpunkt des Rücktritts sieht Sedunko richtig gewählt: „Wenn man kaum mehr miteinander telefonieren kann, kommt man irgendwann mit der Absprache durcheinander.“ Aller Voraussicht nach wird der bisherige Vize Krentschers Posten kommissarisch weiterführen. Eine Vorstandssitzung in der kommenden Woche soll Klarheit bringen.
von Oliver Rabuser
Quelle: fussball-vorort.de


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