BCF Wolfratshausen - Das erklärte Ziel des BCF lautet „Aufstieg in die Bayernliga“. Die Umsetzung soll mit bewährten Kräften gelingen, auf schillernde Neuzugänge verzichtet der Landesligist willentlich.

© Rabuser
Einer von zwei Abgängen beim BCF Wolfratshausen ist Ramazan Akgül, der zum SV Eichenried wechselt. Außerdem geht Ludwig Lenz zum SC Olching.
An diesem Samstag beginnt der Verein an der Kräuterstraße mit den Vorbereitungen für die vielleicht wichtigste Rückrunde in der Vereinsgeschichte. Farchet möchte in der kommenden Saison in der Bayernliga spielen. Angesichts der Ligenstrukturreform und des dadurch bedingten Wettstreits um die besten Plätze, handelt es sich heuer nicht um einen Aufstieg im herkömmlichen Sinne. Mehr um eine Versetzung der geeignetsten Kandidaten in eine neu gegründete Spielklasse.
Diesem Pool möchte der BCF am Ende der Runde unbedingt angehören, und hat sich in der Vorrunde eine hervorragende Ausgangsposition gesichert. Wie ernst es den Verantwortlichen ist, unterstreicht die erste Maßnahme des neuen Jahres: „Gewichts- und Hausaufgabenkontrolle“. Trainer Steffen Galm hatte sein Team mit einem Pflichtprogramm in die Winterpause geschickt. Die Kicker verbrachten den Jahreswechsel also mit Lauf- und Kräftigungseinheiten. Jetzt schaut sich der Coach die Umsetzung an. „Wer geschludert hat, wird keinen Spaß haben“, sagt Galm. Schließlich müsse er sich mit seiner Truppe auf „13 heiße Partien vorbereiten“.
Die Herausforderungen fangen bereits bei den Testspielen an. Ein Angebot der zweiten Garnitur des FC Bayern München für dieses Wochenende schlug Galm noch aus. Ohne Training sei das „Verletzungsrisiko zu hoch“. Allerdings warten mit dem Regionalliga-Team der Münchner Löwen, Unterhachings U 23- und U 19-Auswahlen sowie dem FC Ismaning ähnlich hochkarätige Kandidaten auf den BCF. Erst danach treten mit dem VfR Garching und dem SV Planegg zwei niederklassige Vertreter am Märchenwald an. Ein viertägiges Trainingslager am Gardasee rundet die fünfwöchige Vorbereitung ab. Sollte die Nachholpartie in Schwabmünchen der Witterung zum Opfer fallen, würde der SV Heimstetten für ein letztes Testmatch zur Verfügung stehen.
Unklar ist zudem Galms eigene Zukunft. Zwar sagte der 40-Jährige: „Im Prinzip gefällt es mir in Wolfratshausen.“ Gleichwohl liege die Pflicht beim Verein, zu erklären, wie man „sich in der Zukunft aufstellen möchte“. Eine Entscheidung ist heuer ungleich früher zu erwarten. „Im März soll alles stehen“, ist Galm überzeugt.
Von Oliver Rabuser
Quelle: fussball-vorort.de


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