FC Pipinsried – Im Vorbereitungsspiel beim Fußball-Bayernligisten TSV Gersthofen hat der Landesligaclub FC Pipinsried, trotz der knappen 2:3 (0:1)-Niederlage, einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen.

Technisch stark und auch körperlich robust: Der 19-jährige Andrej Kubicek (r.), der vor der Saison von der JFG Neuburg ins Dachauer Hinterland gewechselt ist. . Foto: kra
Obwohl von einem Klassenunterschied nichts zu sehen war, präsentierte sich FCP-Trainer Jürgen Schäfer nach dem Spiel alles andere als zufrieden.
Der TSV Gersthofen kickt in dieser Saison in der Bayernliga. Die Schwaben überwinterten auf dem 16. Tabellenplatz. Die Pipinsrieder nehmen eine Liga tiefer einen gefühlten zweiten Rang ein. So gesehen liegen nur drei Plätze zwischen den beiden Mannschaften.
Und tatsächlich war auf dem edlen Gersthofer Kunstrasen kein Klassenunterschied zu erkennen. Im Gegenteil: Ab Mitte der ersten Hälfte nahmen die Pipinsrieder das Heft in die Hand, in den letzten 30 Minuten der Partie waren sie sogar klar überlegen. Ärgerlich daher der Rückstand in der Anfangsphase (0:1/2.), der Defensivverbund war anscheinend noch nicht präsent. Dass die Gelb-Blauen schnelle Angriffe fahren können, bewiesen sie im Gegenzug, als Michael Funk den Innenpfosten traf (3.). Überhaupt gelang das schnelle Umschalten von defensiv auf offensiv schon recht gut. Vor allem Michael Hutterer beeindruckte durch seinen rasanten Antritt.
Im Kasten des FCP könnte sich ein Zweikampf anbahnen: Einerseits agierte Johannes Steiner überragend, er hielt sogar einen Elfmeter (40.). Aber auch Philipp Brenner erwies sich in der zweiten Hälfte als sicherer Rückhalt. Erst in der zweiten Hälfte kam Qemajl Beqiri zum Einsatz – was er Wert ist, bewies er durch seine Beteiligung an den beiden Pipinsrieder Treffern (1:2/60. und 2:2/62.). Die Überraschung in der Schlussphase war allerdings der 19-jährige Andrej Kubicek, der sich nahtlos ins gelb-blaue Kombinationsspiel einfügte. Die beiden Gersthofer Treffer (2:0/51. und 3:2/65.) resultierten aus Konzentrationsschwächen.
Schäfer sieht daher weiterhin „Luft nach oben“. Offensichtlich legt der Coach viel Wert auf systematisches Pressing und frühe Balleroberung. In der letzten halben Stunde gelang dies immer besser – nicht zuletzt, weil der Bayernligist das Pipinsrieder Tempo nicht bis zum Schluss mitgehen konnte. „Manche Abläufe passen noch nicht“, kritisierte Coach Schäfer, er fordert: „Wir müssen kompakter stehen, die Chancen besser nutzen.“ Sein Boss Konrad Höß machte hingegen einen – für seine Verhältnisse – zufriedenen Eindruck: „Wir hätten den Ausgleich verdient gehabt.“ horst kramer
TSV Gersthofen: Antoni, Keil, Hildmann, Richter (46. Krammer), Nix (46. Zweckbronner), Kling, Rudolph, Roth (46. Kling), Obermayer, Fischer, Raffler
Zuschauer: 50
Besondere Vorkommnisse: FCP-Keeper Johannes Steiner hält einen von Thomas Rudolph getretenen Strafstoß, den der Keeper gegen Ronny Roth verursacht haben soll (40.)
Tore:
1:0 (2.) – Unordnung in der Pipinsrieder Abwehr, die Daniel Raffler im Nachsetzen aus zehn Metern ausnutzt. Steiner war die Sicht versperrt.
2:0 (51.) – Wieder schaltet der Ex-Affinger Raffler am schnellsten, als das Leder im Pipinsrieder Strafraum Pingpong spielt.
2:1 (60.) – Dynamisches Solo von Michael Hutterer auf der rechten Seite. Dessen weite Flanke legt Qemajl Beqiri auf Michael Funk zurück, der aus sechs Metern einschiebt.
2:2 (62.) – Beqiri erobert das Spielgerät an der mittellinie und schickt Funk in den Raum. Der Goalgetter sieht, dass Dominik Schön mitgelaufen ist und überlässt ihm den Torerfolg.
3:2 (65.) – Paul Fischer gewinnt am Elfmeterpunkt ein Kopfballduell gegen Christian Adrianowytsch nach einer Ecke von links.
Quelle: fussball-vorort.de


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