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Furioses Finale mit glücklichem Ende

Furioses Finale mit glücklichem Ende

SV Raisting – Was war das für eine dramatische Schlussphase: Es lief schon die Nachspielzeit, als die Gäste vom FC Deisenhofen durch den eingewechselten Maximilian Schwarz zum 1:1 ausglichen.

Gleich schlägt’s ein: Den Schuss von Fabian Schmidt (schwarzes Trikot) kann Deisenhofens Torhüter (nicht im Bild) zwar abwehren, den Nachschuss verwandelt Georg Reich jedoch zur Raistinger Führung.

© Gronau

Gleich schlägt’s ein: Den Schuss von Fabian Schmidt (schwarzes Trikot) kann Deisenhofens Torhüter (nicht im Bild) zwar abwehren, den Nachschuss verwandelt Georg Reich jedoch zur Raistinger Führung.

Von Stefan Schnürer

Doch der Jubel des FC-Anhangs war noch nicht verklungen, da schlug es auf der anderen Seite ein. Der erst Sekunden zuvor eingewechselte Florian Greinwald schlug eine scharfe Ecke herein. Der Ball segelte durch die Luft, Christian Steininger stieg zum Kopfball hoch, und der Ball fand den Weg ins Tor. Da Schiedsrichter Rico Spyra die Partie danach gar nicht mehr anpfiff, war der 2:1 (1:0)-Sieg der Raistinger zur Tatsache geworden. „Ein Kompliment an meine Mannschaft, wie sie nach dem Ausgleich noch zurückgekommen ist“, lobte SVR-Trainer Robert Färber.

Nach dem Schlusspfiff ging es aber erst richtig los. Der beim 1:1 wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Feld geschickte Deisenhofener Torjäger Sean Erten stürmte von der Bank aus unter wilden Beschimpfungen auf den Unparteiischen zu und zerrte ihn am Trikot. Der Erdinger Schiri zog es vor, in die Kabine zu flüchten. Sollte er eine Meldung machen, droht dem FCStürmer wohl eine längere Strafe.

Die Atmosphäre in dieser Partie war allerdings vom Anpfiff weg vergiftet. Seit der tumultartigen Partie vor zwei Jahren in Deisenhofen, die vor dem Sportgericht verhandelt wurde, sind sich beide Vereine in herzlicher Abneigung verbunden. Und keiner der beiden Kontrahenten tat auch nur im geringsten etwas dazu, Dampf aus dem Kessel zu nehmen. Neben zahlreichen Fouls waren auch Provokationen und Beschimpfungen an der Tagesordnung. So bekam Raistings Coach von FC-Mittelfeldspieler Maximilian Mayer zu hören, dass er eine „Hackstocktruppe“ trainiere. Kurz zuvor war Färber kaum noch zu bändigen gewesen, als dessen Bruder Martin Mayer auf plumpe Weise versucht hatte, einen Elfmeter zu erschwalben (59.). Zusätzliches Hasspotenzial wurde aufgebaut, als Färbers Deisenhofener Kollege Dieter Meixelsberger nach einem Foul von Georg Reich an Maximilian Maier, das zurecht mit Gelb geahndet wurde, den roten Karton forderte (70.). Und irgendwie war es nicht verwunderlich, dass diese Partie nicht vollzählig beendet wurde. Neben Erten musste auch FC-Kapitän Martin Mayer vom Platz, nachdem er zum wiederholten Male eine Schiedsrichter- Entscheidung in nicht gebührlicher Weise kommentiert hatte.

Fußball gespielt wurde bisweilen auch noch. Nach einer gewissen Anlaufzeit – „in den ersten 20 Minuten waren wir nicht präsent“, so Färber – fand der SVR Zugang zu dieser Partie. Dabei hatten die Gastgeber schon vor dem Anpfiff zwei Tiefschläge zu verdauen. Martin Frühholz fiel wegen Kniebeschwerden aus, und beim Aufwärmen zog sich Ludwig Huber eine Zerrung zu. Zwar lief er auf, nach sieben Minuten war aber schon wieder Schluss. Trotz dieser erheblichen Schwächung ließ sich der SVR den Schneid nicht abkaufen und ging sogar in Führung. Einen Schuss von Fabian Schmidt konnte Deisenhofens Keeper Stefan Hofberger zwar noch abwehren, den Nachschuss schob Georg Reich aber mühelos zum 1:0 ins leere Tor (32.). Zuvor hatten die Gastgeber Glück gehabt, dass Andreas Staufner freistehend zu lange gezögert hatte und sein Schuss noch abgeblockt wurde (21.).

Munter begann die zweite Hälfte. Zunächst hatten die Raistinger die Gelegenheit, die Führung auszubauen. Nach einer weiten Freistoß- Hereingabe von Reich stand mit einem Mal Michael Stoßberger völlig frei, doch köpfte er den Ball daneben (49.). Im Gegenzug hätten die Deisenhofener den Ausgleich machen können, ja müssen: Nach einem Steilpass lief Staufner mutterseelenallein auf Raistings Torhüter Urban Schaidhauf zu und hätte ihn eigentlich nur noch fragen müssen, in welches Eck er den Ball haben wolle. Doch Staufner versagten die Nerven, er schoss Schaidhauf an (50.).

Was dann folgte, war ein Abnützungskampf im Mittelfeld. Die Gäste hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, doch die SVR-Abwehr stand stabil und ließ keine nennenswerte Chance zu. Und um ein Haar wäre die turbulente Schlussphase im Raistinger Sportpark gar nicht mehr zustande gekommen. Kurz vor Schluss luchste Schmidt seinem Gegenspieler Maximilian Mayer in der Deisenhofener Hälfte den Ball ab. Doch sein Schuss aus über 20 Metern ging knapp am Tor vorbei (89.).

Quelle: fussball-vorort.de

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