SV Raisting/BSC Oberhausen – In etwa zwei Wochen startet Bezirksoberligist SV Raisting in die Vorbereitung auf die elf Spieltage währende Rückrunde.

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Ab sofort ein Raistinger: Tobias Schmidt (rechts) will mit seinem neuen Klub den Sprung in die Landesliga schaffen.
Für die Mannschaft von Trainer Robert Färber werden das alles Endspiele sein, denn der Kampf um die Plätze in der neu strukturierten fünfgleisigen Landesliga ist knüppelhart.
Da trifft es sich gut, dass der Kader der Raistinger vor dieser entscheidenden Saisonphase größer geworden ist. Tobias Schmidt (21), der im vergangenen Herbst im Unfrieden vom BSC Oberhausen schied, wird künftig das Trikot des SVR tragen. Mit ihm wechselt auch sein eineinhalb Jahre jüngerer Bruder Simon – dieser befindet sich aber noch bis Ende März auf Weltreise – zum Bezirksoberligisten.
Tobias Schmidt war von mehreren Vereinen umworben worden, neben Raisting wollte sich auch Bezirksligist TSV Peiting sowie Kreisligist TSV Murnau die Dienste des Offensivspielers sichern. Aus logistischen Gründen wäre es für den 21-Jährigen am einfachsten gewesen gewesen, sich den Murnauern anzuschließen. Denn der gelernte Versicherungskaufmann hat in Murnau seine Arbeitsstelle. Doch sportlich wäre dieser Wechsel ein Abstieg gewesen, und auch Peiting war für ihn, obwohl er in der Jugend dort gespielt hat, keine Alternative. „Peiting ist eher auf dem Weg ins Mittelmaß. Ich glaube nicht, dass es mit dem Sprung nach oben klappt.“
Trainer Robert Färber ist froh, dass sich Tobias Schmidt und sein Bruder zu einem Wechsel nach Raisting entschlossen haben. „Das sind gut ausgebildete Fußballer, die aufgrund ihrer Jugend Entwicklungspotenzial haben.“ Und wie die Erfahrungen der Vorrunde gelehrt haben, als immer wieder mal Spieler verletzungsbedingt ausfielen, ist sich Färber sicher, dass „beide ihre Einsätze bekommen“.
Kein wirklicher, aber für Färber ein gefühlter Neuzugang ist Matthias Schelle, der nach einem Bänderriss fast die komplette Hinserie ausgefallen war. Der Weilheimer in Raistinger Diensten befindet sich seit vergangenem Oktober im Lauftraining. In der Rückrunde, die für den SVR am 17. März mit dem Auswärtsspiel bei Tabellenführer SE Freising beginnt, steht Schelle wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Auch Ludwig Huber hat seine Blessuren auskuriert. Kapitän Marcus Widmann zog sich vor wenigen Wochen bei einem Hallenturnier einen Muskelfaserriss zu, bis zum Start in die Vorbereitung dürfte dieser aber ausgeheilt sein.
Während Raistings erste Mannschaft der zweiten Saisonhälfte zuversichtlich entgegensehen kann, werden sich bei der Zweiten die Personalprobleme verschärfen. Mit Thomas Widmann und den Rid-Brüdern Stefan und Christian haben gleich drei Spieler den Verein in Richtung Dießen verlassen. Dem Trio würde sich Reinhold Luister gerne anschließen, doch der Torhüter, der zu Saisonbeginn vom MTV nach Raisting gewechselt war, erhält keine Freigabe. „Wir haben die ganze Saison mit ihm geplant, und wir brauchen ihn noch“, so Coach Färber.
Personell Einiges getan hat sich auch beim BSC Oberhausen. Gleich fünf Neuzugänge verzeichnete der Bezirksligist in der Winterpause. Der prominenteste ist Marcel Wollenberg, der einst für den BCF Wolfratshausen kickte und zuletzt beim Kreisklassisten Beuerberg/Eurasburg aktiv war. „Er kann Tobias Schmidt in vollem Umfang ersetzen“, ist BSC-Spartenleiter Gerhard Bertl überzeugt. Darüber hinaus tragen ab sofort Stefan Hell (SV Eberfing), Florian Brückner (ASV Eglfing), Georg Schwaller (SC Böbing) und der im Moment für die Peißenberger „Eishackler“ spielende Sebastian Buchwieser das Oberhausener Trikot. „Damit wird der Kader in die Breite verstärkt“, so Bertl. Dem ein oder anderen dieser Spieler aus unterklassigen Vereinen traut er durchaus den Sprung in die erste Mannschaft zu und verweist auf Michael Rebasch und Anton Guggemos als positive Beispiele.
Obwohl der BSC im gesicherten Mittelfeld der Bezirksliga rangiert, ist für Bertl der Klassenerhalt kein Selbstläufer: „Wir dürfen nicht nachlässig werden.“
von Stefan Schnürer
Quelle: fussball-vorort.de


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